in 2 tagen habe ich sommerferien...
wie ueberall auf der welt sind die letzten schulwochen vollgestopft mit sitzungen, pruefungen und abschlussfeiern.
mein schulzimmer ist in kartonschachteln verpackt. glaubt mir, es sind einige boxen. waehrend meiner abwesenheit wird mein ganzes holzmoebelinventar gegen termiten behandelt. diese fressen sich durch alles durch...papierstapel haben ploetzlich lauter kleine loecher, fasst man etwas an, faellt holzstaub auf den kopf ,oder ungluecklicher, in die augen.
die farbstifte sind noch stummel, bleistifte hab ich schon lange nicht mehr und die wasserfarben sind auch alle. es wird also zeit, dass die bestellte ware geliefert wird.
wenn ich nach den ferien zurueckkomme, wird mein zimmer mit noch mehr schachteln voll sein. altes und neues..
mit jedem ende des schuljahres gibt es an internationalen schulen natuerlich viele abschiede. die schuelerinnen sind im durchschnitt 2 jahre im land, bevor ihre eltern wieder versetzt werden. so verabschiedeten sich taeglich wieder ein paar kinder von mir. die meisten sind dieses expatleben so gewoehnt, dass sie zuversichtlich in ihre zukunft an einer neuen schule schauen.
vor 2 wochen hatten wir die staff year-end party, wo iwr die arbeitskolleginnen verabschiedeten. schon dort gab es einige traenen.
doch diesen dienstag organisierten wir eine ueberraschungsabschiesparty fuer den direktor. leider verlaesst er die schule nach nur 3 jahren, um mit seiner frau in pension zu gehen. ich kenne ihn nun seit 2 jahren, arbeitete 1 jahr mit ihm und muss sagen, dass er wirklich ein super direktor war. herzlich, immerbereit zu helfen und mit offener tuer, egal wann. ich werde wohl erst im august merken, wie sehr er mir fehlen wird.
die party war dann auch sehr emotional. all die abschiedsworte von den angestellten, lehrern und ihren kindern liessen selbst die hartgesottenen afrikaner traenen verstroemen.
abschiede sind ja fuer mich immer graesslich. ich dachte mir, dass der naechste erst wieder im august sein wird, wenn ich wieder abreisen werde. an die good-bys von hier habe ich nicht gedacht. vorallem konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich nach 1 jahr schon so starke bindungen knuepfen konnte. am freitag findet nun die farewellparty beim direx statt, was dann hoffentlich das letzte mal traenenvergiessen heisst.
lustig ist auch, dass etwa 15 lehrkraefte mit familien am selben tag den heimflug buchten wie ich. ohne es zu wissen, erachteten wir den mittwoch als den geeignesten tag.
meine koffer sind gepackt und voll. ich hab noch kein paar eigene schuhe, geschweige irgendwelche kleider eingepackt. was mach ich bloss nur immer falsch? soviel staub und dreck bring ich nicht mit um 2 koffern so schnell zu fuellen!?
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Mittwoch, 11. Juni 2008
Montag, 24. Dezember 2007
krippe




ich wohne anscheinend in einer sehr christlichen strasse. seit anfangs dezember bauen alle meine nachbarskinder an grossen krippen vor ihrer hoftuere. sie formen die bausteine selber, lassen sie in der sonne trocknen, schichten sie aufeinander, zementieren, verputzen etc..wie in echt, nur halt miniature. heute wurden sie jetzt noch mit weisser farbe bemalt und die krippenfiguren werden plaziert.
hier mal die fotos von der vorbereitung...
frohe weihnachten!
Montag, 19. November 2007
Es weihnachtet so sehr..
Ja man stelle sich mal vor.....den weihnachtsmann gibts auch in ouaga. bis jetzt habe ich mir gedacht, dass ich kaum allzu viel weihnachtsdeko sehen werde, geschweige denn irgendwie in einen weihnachtsstress geraten werde.
Am samstag ging ich in den marina market (fuer diejenigen, dies vergessen haben: Marina ist die shoppingmall fuer die besserverdienenden in ouaga, etwa 1/4 so gross wie migros laufen und mozzarella preis fuer 25 fr. das kilo) um wasser zu kaufen und mich wieder mit mozzarella einzudecken. ich fuehle mich ja ziemlich elend ohne kaesereserve im tiefkuehlfach und da ich ja bereits erfahrungen gemacht habe mit ausverkauftem kaese, bin ich zur echten hamsterin geworden.
zu beginn faellt mir noch nichts spezielles auf, bis ich zu dem wasserregal steuerte.
das wasser war verschwunden, stattdessen wurden etwa 5 regalreihen mit spielzeug vollgestopft. ich wunderte mich schon, woher denn die spielfreude so ploetzlich kommt und ich fragte mich natuerlich auch, ob china eventuell die ueberproduktion schnell an afrika verscherbelte.
doch irgendwie war nicht nur schrott dabei, nein...ganz spannende spiele wie tabu oder scrabble waren auch auf den ablagen auszumachen. natuerlich...weihnachten steht vor der tuere. liebe kinder, ich sage euch...geniesst eure 20 geschenke die ihr dieses jahr bekommt, denn hier wuerde es nur fuer eines reichen. die preise der spielzeuge sind jenseits. lieber kein geschenk....
apropos geschenke....natuerlich ist das schenken zu weihnachten hier in burkina nicht so ueblich wie bei uns, denn oft fehlt es schlichtweg an geld.
gut, ich entfernte mich von den spielen und entdeckte die abtielung dekoration. jupii...lichterketten. erst noch dachte ich an zu hause und bereute, dass ich keine lichterkette eingepackt hatte. nun stehe ich vor einer riesenladung laempchen. super! sin packet landet in meiner karre.
natuerlich hta es auch lamette, christbaumkugeln und sonstiges glitterzeug. das ganze sieht zwar haesslicher aus als in einem otto's warenposten, doch glaubt mir, ich lerne bescheidenheit in afrika. am liebsten wuerde ich meinen ganzen wagen mit diesem kitsch fuellen.
ich schwebe wie ein weihnachtsengel zur kasse und habe mir vorgenommen anfangs dezember mein weihnachtsshopping zu haben. denn man muss es ja nicht uebertreiben und bereits ende november beginnen, oder?! :-)
an der kasse verlangte ich noch, dass sie testeten, ob die laempchen auch funktionierten. ich war stolz, dass ich auf die idee kam, da mir doch schon elektrisches verkauft wurde, dass nicht ging. es schien alles in ordnung.
fast schon zelebrierend haengte ich meine naturlicht weisse l;ichterkette im salon auf, stecker an strom und......es blinkt ROT!
ich werde noch zum farbgegner in burkina...warum muss hier alles gross, farbig, teuer und moeglichst schraeg sein.
ich will keine roten laempchen in meinem blauen wohnzimmer auch kriege ich von lauter blinken sofort kopfschmerzen....
soviel zu meinen ersten weihnachtlichen erfahrungen hier in ouaga
Am samstag ging ich in den marina market (fuer diejenigen, dies vergessen haben: Marina ist die shoppingmall fuer die besserverdienenden in ouaga, etwa 1/4 so gross wie migros laufen und mozzarella preis fuer 25 fr. das kilo) um wasser zu kaufen und mich wieder mit mozzarella einzudecken. ich fuehle mich ja ziemlich elend ohne kaesereserve im tiefkuehlfach und da ich ja bereits erfahrungen gemacht habe mit ausverkauftem kaese, bin ich zur echten hamsterin geworden.
zu beginn faellt mir noch nichts spezielles auf, bis ich zu dem wasserregal steuerte.
das wasser war verschwunden, stattdessen wurden etwa 5 regalreihen mit spielzeug vollgestopft. ich wunderte mich schon, woher denn die spielfreude so ploetzlich kommt und ich fragte mich natuerlich auch, ob china eventuell die ueberproduktion schnell an afrika verscherbelte.
doch irgendwie war nicht nur schrott dabei, nein...ganz spannende spiele wie tabu oder scrabble waren auch auf den ablagen auszumachen. natuerlich...weihnachten steht vor der tuere. liebe kinder, ich sage euch...geniesst eure 20 geschenke die ihr dieses jahr bekommt, denn hier wuerde es nur fuer eines reichen. die preise der spielzeuge sind jenseits. lieber kein geschenk....
apropos geschenke....natuerlich ist das schenken zu weihnachten hier in burkina nicht so ueblich wie bei uns, denn oft fehlt es schlichtweg an geld.
gut, ich entfernte mich von den spielen und entdeckte die abtielung dekoration. jupii...lichterketten. erst noch dachte ich an zu hause und bereute, dass ich keine lichterkette eingepackt hatte. nun stehe ich vor einer riesenladung laempchen. super! sin packet landet in meiner karre.
natuerlich hta es auch lamette, christbaumkugeln und sonstiges glitterzeug. das ganze sieht zwar haesslicher aus als in einem otto's warenposten, doch glaubt mir, ich lerne bescheidenheit in afrika. am liebsten wuerde ich meinen ganzen wagen mit diesem kitsch fuellen.
ich schwebe wie ein weihnachtsengel zur kasse und habe mir vorgenommen anfangs dezember mein weihnachtsshopping zu haben. denn man muss es ja nicht uebertreiben und bereits ende november beginnen, oder?! :-)
an der kasse verlangte ich noch, dass sie testeten, ob die laempchen auch funktionierten. ich war stolz, dass ich auf die idee kam, da mir doch schon elektrisches verkauft wurde, dass nicht ging. es schien alles in ordnung.
fast schon zelebrierend haengte ich meine naturlicht weisse l;ichterkette im salon auf, stecker an strom und......es blinkt ROT!
ich werde noch zum farbgegner in burkina...warum muss hier alles gross, farbig, teuer und moeglichst schraeg sein.
ich will keine roten laempchen in meinem blauen wohnzimmer auch kriege ich von lauter blinken sofort kopfschmerzen....
soviel zu meinen ersten weihnachtlichen erfahrungen hier in ouaga
Donnerstag, 26. Juli 2007
Bye Bye
Nun ist der Tag gekommen. Das Datum, das schon so lange in meinem Kopf schwirrt. Der Tag, an dem ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Der Tag, der Freude und Leid gleichzeitig bringt. In ein paar Stunden werde ich Richtung Flughafen losziehen...
Nach einer etwas kurzen Nacht zmörgelete ich noch zum letzten Mal auf Mamis Sitzplatz. Meine 2 Nespresso genoss ich, als wären es die letzten (sind es auch, aber zum Glück nur für ein Jahr), ein Gipfeli füllte meinem Magen. Nun schreibe ich meinen letzten Post von der Schweiz aus, damit ich dannach meinen Laptop ins Gepäck verstauen kann. Ihr müsst wahrscheinlich etwas geduldig sein bis zum nächsten Eintrag, da ich nicht weiss, wann ich das nächste Mal Zeit habe und ob in der Nähe ein Internetcafe ist. Aber ich verspreche euch, dass sobald die Schule beginnt, ihr auf dem neusten Stand gehalten werdet.
Zum Zmittag wartet noch ein Teller Pasta bei Pap auf mich und dann kanns losgehen. Gallus, Yvette und Maaike begleiten mich nach Zürich.
Danke all jenen, die schon fleissig mitgelesen und mitgelebt haben. Danke für eure Unterstützung! In diesem Sinne: Ich hab euch lieb und a bientot!
Mittwoch, 25. Juli 2007
Dienstag, 24. Juli 2007
Heimatgefühl

Ich konnte es nicht lassen...Zum letzten Mal ging ich in die Migros. Da unser Nationalfeiertag vor der Türe steht, kaufte ich Raclettekäse und Fertigrösti ein. Ihr müsst nicht meinen, ich würde in Ouaga sitzen und Trübsal blasen, währenddem ihr ordentlich feiert. Zudem stockte ich noch den Schokoladenvorrat auf und kaufte mir auch Tüten-Kürbissuppe. Getrockneter Origano und Basilikum verstaute ich auch noch im Gepäck. Morgen kommt dann noch der tiefgefrorene Parmesan dazu! Ich weiss, dies alles ist nichts für Feinschmecker, aber glaubt mir, ich werde jedes einzelne geniessen!
Startlöcher

Ich bin bereit! Die Koffer sind gepackt und verschlossen. Nachdem ich wieder mehrere Nervenzusammenbrüche wegen den Kilos hatte, entschied ich mich, nun endgültig aufzugeben. Heute werden noch die letzten Dinge eingekauft, damit ich mich morgen meiner wahrscheinlich kommenden Krise widmen kann.
Zum andern bete ich zu Gott, dass es am Donnerstag schneien wird. Ja, ich weiss, nach dem verregneten Sommer ein komischer Wunsch. Mir aber geht es darum, dass ich meine 7 Schichten Kleider tragen kann und so wieder ein paar Bekleidungsstücke mehr nach Ouaga bringen kann. Bei 27 Grad würde ich auslaufen und am Zoll so fest ins Schwitzen kommen, dass sich die Zöllner bestimmt fragen würden, was ich zu verstecken habe.
Sonntag, 22. Juli 2007
Danke
Samstag, 21. Juli 2007
Donnerstag, 19. Juli 2007
Dienstag, 17. Juli 2007
Dittingen- Ouagadougou


Unterschiedlicher könnten die zwei Ortschaften kaum sein.
Von Grün wechsle ich zu Braun. Inhaliere ich nun gesunde "Bergluft", wird es bald staubige, abgashaltige Stadtluft sein. Ein verträumtes Dorf verlasse ich, um in einer pulsierenden Stadt zu leben. Mein geliebtes Nest verlasse ich, um einen Traum zu erfüllen. Deswegen können mich auch alle neuen Gegebenheiten und Umstände nicht aus der Ruhe bringen. Da ich ein Mensch bin, der immerzu nach einer neuen Herausforderung sucht, schaue ich meist allem positiv entgegen. Sonst wäre ich gefangen in einem mir erscheinenden monotonen Leben. Klar sehne ich mich manchmal danach die Ruhe zu finden, sesshaft zu werden. Doch dies ist glaube ich eine Illusion. Ich kann das einfach nicht. Deswegen....so schön es hier im Laufental auch ist, ich muss nach Ouagadougou! Aber ich werde mit Freude und einem prall gefüllten Rucksack mit Erfahrungen in meine Heimat zurückkehren. Bis bald Dittingen!
Sonntag, 15. Juli 2007
32 Grad

Eigentlich geht es mir ganz gut. Was sind denn schon irgendwelche Gepäckprobleme? So wird der Koffer ein- und ausgeräumt, bis auch ich endlich mal begreife, dass es nicht ohne 15 Kilo Uebergewicht gehen wird. Meine Zeichnungsordner sind nun mal wichtig und stehlen mir sämtlichen Platz für unnötiges Zeugs. Da meine Pakete nach 4 Wochen auch noch nicht eingetroffen sind, verlasse ich mich nicht zu sehr auf deren Inhalt und stopfe nun weitere Kleidungsstücke in mein Gepäck.
Royal Air Maroc wird sich mit meinen Kilos bereichern können :-)!
Eben, zurück zum Anfang. Es geht mir gut. Komisch?! Wieso bin ich bloss so ruhig? Diese Ruhe macht mich schon fast unruhig...Wird mich das "Unglück" in letzter Sekunde mit heftiger Gewalt umschmeissen? Oder darf ich mir eingestehen, dass ich meine Abreise nun seit langer Hand gut geplant habe und mir unbewusst die Zeit genommen habe, mich von der Angst und Trauer, die ein Abschied nun mal bringen, zu distanzieren? Oder versuche ich mich an die Aussage "Nur ein Abschied kann die Freude an ein Wiedersehen bringen" zu halten? Gut, ich bin zu realistisch um zu glauben, dass dieser Zustand noch 10 Tage anhalten wird, darum geniesse ich den Moment.
Ab Morgen kann ich noch die letzten bürokratischen Dinge erledigen. Mit der Abmeldebestätigung werden die letzten Verträge noch aufgelöst und ein weiteres Stück schweizerische Sicherheit losgelassen.
Draussen hat es im Moment 32 Grad. Ich finde es heiss. Aber jammern tu ich nicht. Mir ist nämlich nur allzu bewusst, dass ich mich besser jetzt schon an diese Temperaturen gewöhne....und siehe da, mit der richtigen Einstellung fühlt sich die Hitze plötzlich erträglicher an :-)
Geniesst die herrlichen Sommertage!
Donnerstag, 12. Juli 2007
Montag, 9. Juli 2007
Heinzelmännchen

Dies sind die Heinzelmännchen. Nun stellt ihr euch vor, sie seien etwas dunklerer Hautfarbe und natürlich mit krausem Haar. Ja genau so! Das sind meine Heinzelmännchen in Ouagadougou. Ihr glaubt nicht, wie mir geholfen wird. Da das Haus im Moment unbewohnt und in Renovation ist, existiert nicht viel. So muss alles wieder installiert und angemeldet werden. Das heisst, wenn ich komme, werde ich schon Strom und Wasser haben. Das Telefon ist noch so ein Knackpunkt. Im Moment konnte ich nicht herausfinden, ob es in meinem Bezirk Dassasgho bereits ADSL gibt. Aber die Abklärungen laufen heiss...Den Wächter habe ich auch schon und die Bonne ist ab dem 25. Juli dort. Immer wieder staune ich, wie viel Luxus ich haben werde. Sicherlich muss ich mich noch daran gewöhnen, da meine Erfahrungen in Burkina sich ja eher in einfachen Verhältnissen abspielten, was für mich das Land attraktiv machte. Nun, da es um das "wirkliche" Leben geht, gestehe ich, dass ich froh bin, mir gewisse Dinge leisten zu können. Die Klimaanlage, den Kühlschrank und genügend Platz zum Wohnen. Der Wächter beruhigt mich auch, da ich sonst sicherlich einen Wachhund hätte in meinem Hof schlafen lassen müssen. Die, die mich kennen, wissen ja, dass ich dann noch mehr Schiss gehabt hätte...nämlich vor dem Hund! Auch die Bonne ist natürlich ein Privileg. Dazu muss ich aber noch sagen, dass dies auch von mir erwartet wird. Wer sich eine Hilfe leisten kann, sollte dies tun. Ein Arbeitsplatz bringt Einkommen, um die Familie zu ernähren. Deswegen wurde mir ans Herz gelegt, meine Bedenken über Bord zu werfen und eine Bonne zu mir zu holen. In 3 Wochen wird dies alles Wirklichkeit sein!
Danke Heinzelmännchen Stephane und Fabrice, Heinzelfrau Odette!
Freitag, 6. Juli 2007
Ich wohne....

Nun weiss ich, wo ich wohnen werde. Es könnte nicht besser sein. Das Haus hat 4 Zimmer, 3 davon sind bereits mit Klima ausgerüstet, was mich vom Geldbeutel her sehr entlastet. Es hat ein grosses Wohnzimmer, eine interne Küche und zwei Badezimmer. Zum Hof gehört sogar ein kleiner Garten mit Sträuchern und Bäumen. Sicherlich wächst dort auch meine Basilikumzucht! Den Gardien haben sie auch schon gefunden und die Bonne wird sicherlich bald einziehen. Gegen Ende Jahr wird sich dann der Hausmieter zu uns gesellen (Natürlich überlasse ich ihm auch ein Zimmer, wie ich das auch an der Wahlenstrasse gemacht habe. Halbe halbe, aber trotzdem wird alles von mir belegt :-)). Auch der Mietpreis entspricht meinen Vorstellungen. Ich habe mir höchstens 2 Zimmer für diesen Preis erhofft. Nun habe ich beinahe ein ganzes Haus für mich! Das genialste aber ist, dass ich ganz nahe bei der Schule wohne. Ich kann also mit dem Velo arbeiten gehen (ca. 10min., wenn man meine Unsportlichkeit und die Hitze mitkalkuliert), oder sogar zu Fuss. Yvette hat mir schon mal den Velohelm gesponsert. Danke! Gleichweit entfernt, aber in die andere Richtung, wohnt Odette. So hab ich auch meine Freunde in Reichweite. Ich habe ja schon mehrmals berichtet, dass mich diese Stadt an die Grenze meiner Orientierungsfähigkeit bringt. Nun wohne ich im einzigen Quartier, dass ich ein bisschen kenne und erst noch an der einzigen Strasse, die ich sogar bei Nacht finden würde. Hab ich mal wieder Schwein gehabt!
Im Uebrigen bin ich jetzt definitiv in meinen unbezahlten Urlaub getreten. Heute habe ich Corinne den Schulschlüssel übergeben...
Dienstag, 3. Juli 2007
Hotel Mama

Nun wohne ich für die letzten 3 Wochen im Hotel Mama. Am Sonntag zügelte ich die letzten kleinen Dinge nach Dittingen. Den Tag verbrachte ich damit, meine wenigen, aber wichtigen Habseligkeiten in meinem Zimmer einzuräumen, um sie in drei Wochen wieder auszuräumen. Mein Leben ist eine einzige Zügelte. Zum Glück gibt es viel zu tun, so bleibt mir nicht viel Zeit nachzudenken. Manchmal überkommt mich ein leichter Angst-Schauer, wo ich mich dann frage, was in aller Welt ich mir dabei gedacht habe, nach Burkina zu reisen. Italien hätte doch auch gereicht...
Nun ist es aber so und ich freue mich auch!
Samstag, 30. Juni 2007
Letzter Schultag
Wie heisst es so schön...mach es nicht schlimmer als es schon ist. Genau das aber habe ich gemacht. Gestern hatte ich den letzten Schultag. Wie immer ist dieser Freitag eher stressig. Zimmer räumen, putzen, den SchülerInnen alles mit nach Hause geben...Die Müdigkeit dämpfte meine Fähigkeit daran zu denken, dass der grosse Abschied naht. Ich wurde mit vielen Geschenken beglückt. Jedes lässt mich mit Freude an euch zurückdenken liebe 4. Klässler. Einige werden in meinem Koffer einen Platz finden, andere haben sich bereits in meinem Magen verflüchtigt.
Der Nachmittag verlief entspannend. Margrit Roth überreichte mir mit den Kindern das Abschiedsgeschenk: Viele schöne Schutzengelkarten. Jetzt kann ja wirklich nichts mehr schief gehen. Das Geschenk erfreute mich umso mehr, da mich bei der Entscheidung nach Ouaga zu gehen, die Engel stets begleiteten und nun auch weiter bei mir sind. Dazu bekam ich noch einen Gutschein vom Pizza Pazza, um mir den Magen mit leckerer Pasta vollzuschlagen. Vielen Dank auch für den wunderschönen Blumenstrauss mit Zustupf und den Champagner!
Die letzten 5 Minuten waren gekommen. Frisch fröhlich war ich mit den Kindern am Plaudern, als ich merkte wie mir die Tränen in die Augen schossen. Ich dachte mir nur: Nicht weinen! Die Kinder liessen mir keine Wahl. Es sprudelte nur so aus mir heraus. Das war natürlich das Startzeichen für noch weitere Tränen von Seite der Kinder. Anstelle sie mit einem Lächeln zu verabschieden, brachte ich sie zum Weinen. Ich jagte sie schon fast aus dem Zimmer um das "Schlimmste" zu verhindern :-)
Ein Jahr voller schöner, nervenaufreibender, unvergesslicher Momente ging zu Ende. 4-Klässler, ich danke euch von ganzem Herzen für diese Zeit. Meine Tränen sollten euch zeigen, dass es mir nicht leicht fällt euch zu verlassen und dass ich euch lieb habe. Geniesst eure Ferien!
Und nochmals: Ein ganz grosses DANKE!
Dienstag, 26. Juni 2007
Mittwoch, 20. Juni 2007
Der Abschied naht...
So, meine lieben Kinder..der Abschied naht. Nun habt ihr endlich meine Blog- Adresse um mich im weiteren Jahr Schritt für Schritt zu begleiten. Ich würde mich wirklich riesig freuen, ab und zu etwas von euch zu hören. Mein Blog soll ja so etwas wie ein Tagebuch für die Oeffentlichkeit sein. Ich werde also meine zufriedenen Momente darin beschreiben, aber auch die traurigen. Ihr kennt mich ja gut...manchmal rede ich, wie mir gerade der Schnabel gewachsen ist. Also entschuldigt mich, falls ich mal etwas nicht auf die feine Art ausdrücke, aber Frau Splendore ist ja auch ein Mensch und nicht nur Lehrerin. Ich versuche aber weiterhin ein Vorbild zu sein :-) !
Am Dienstag kam Frau Müller uns besuchen. Glaubt mir, auch ich war etwas nervös, da ich realisierte, dass ich wirklich gehe und sie meinen Platz übernehmen wird. Ihr habt sie aber herzlich willkommen geheissen. Das fand ich toll.
Ihr werdet mir fest fehlen. Ich rede natürlich nicht von den Momenten, wo ich grün vor Aerger wurde (nein, soweit kam es zum Glück nie), sondern von den vielen zufriedenen, lustigen, anregenden und angenehmen Stunden, die wir zusammen verbrachten. Das Lager war sicherlich ein Höhepunkt, obwohl ihr teilweise meinen Schönheitsschlaf verkürzt habt.
Ich habe euch auch schon oft gesagt, dass ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge von euch gehe. Denkt also bitte nicht, dass ich euch sitzen lasse. Jeder Mensch hat einen Traum. Meiner war es, einmal im Ausland arbeiten zu dürfen. Nun habe ich ein Land gefunden, in das ich mich trotz Malaria, Hitze, Schmutz...verliebt habe. Denn es gibt auch so viele schöne Seiten von Burkina. Die Musik, die Begegnungen mit den Leuten und die Landschaft haben mich in ihren Bann gezogen.
Also ich freue mich auf viele gute Neuigkeiten von euch. Ihr findet die Adresse in meinem Profil, oder falls ihr nicht suchen möchtet: sabrina.splendore@gmail.com.
Auf der rechten Seite seht ihr auch immer die aktuellen Wetterdaten. So könnt ihr mit mir mitschwitzen. Unter dem Link "Karte von Ouaga" könnt ihr die eher sandige Stadt aus der Vogelperspektive betrachten. Das gibt euch vielleicht eine kleine Idee, wo ich das nächste Jahr wohnen werde. Beim Link meine Fotos hoffe ich immer wieder Schnappschüsse präsentieren zu können. Ich werde Frau Roth sagen, dass sie euch nicht zu viele Hausaufgaben gibt, damit ihr genügend Zeit habt, in meinen Blog reinzulesen.
Lasst uns die letzte Woche angehen und noch viele witzige Momente gemeinsam erleben...
Ich werde euch in meinem Herzen auf meine spannende Reise mitnehmen..
Sonntag, 17. Juni 2007
Danke
Danke meine lieben Kinder!
Meine SchülerInnen schenkten mir dieses selbstbedruckte Tuch. Sie baten mich es mit nach Afrika zu nehmen. Jede/r suchte sich ein Adinkra- Zeichen aus und stempelte es auf den Baumwolluntergrund. Für diese schöne Erinnerung und den tollen Glücksbringer verzichte ich doch gerne auf ein paar Hosen. Hosen? Da mein Platz sehr beschränkt ist, heisst das: Kleidung raus, Adinkra rein!
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