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Dienstag, 20. Mai 2008

la chaleure










ach du meine guete...heute war es mal wieder heiss. zu allem uebel hatten wir den ganzen tag stromausfall. der generator brachte nicht mal die ventilos, noch die pcs zum laufen. irgendwie ueberstend ich die ersten 4 lektionen mit offenen fenstern und tueren , doch dann musste eine notloesung her. kurzerhand entschied ich mich draussen mit den kids zu zeichnen. ich ging gips einkaufen, wickelte 20 wc rollen wcpapier ab und schon war mein projekt vorbereitet. zum glueck unterrichtete ich mal auf der unterstufe, sodass ich doch einen fundus an ideen habe. meine highschoolers wussten ja nicht, dass sie soeben im begriff sind eine arbeit fuer kleine artisten auszufuehren.
ich machte nun also gipskreiden mit ihnen. da die waerme sie rasch trocknete konnten wir dann bald draussen die steinwege bemalen. leider gibt es bei uns nur sehr wenige bodenunterlagen, wo man auch darauf zeichnen kann. doch es reichte gerade um die zeit bis 14:00 zu fuellen.
nicht dass man draussen nicht gecshwitzt haette, doch war es doch bei weitem angenehmer.
ich bin manchmal ein jammerlappen. denn wer nach afrika geht muss damit rechnen, dass es heiss ist. es ist ja nicht so, dass ich es nicht aushalte, dennoch ist es manchmal schwierig so zu arbeiten. denn gearbeitet wird auf hochtouren. da gibts kein: lasst uns mal schnell ruhen, denn es ist zu heiss noch habe ich nie von hitzefrei gehoert.

Dienstag, 6. Mai 2008

welch ein segen, ouagas regen



in den letzten tagen hat es ab und zu ein paar tropfen in ouaga gegeben. doch nicht mal genug um von regen zu sprechen.
sonntag und montag abend begann es erstmals zu stuermen. der wind blies alles fort. mit unglaublicher wucht fegte er durch die strassen ouagas. der himmel faerbte sich rot, wie der boden. die luft war sandgeschwaengert. ich ging nur einen moment raus um die 2 fotos zu machen. nebst der angst, dass es jeden moment mein wellblechdach wegreissen wuerde, bemerkte ich, dass der staub bereits in meinem mund gelandet war. durch die kleinste ritze drang der sand und dreck ein.
gestern abend nun folgte nach dem sturm der eraste richtige regen. es ist noch laengst nicht ein "regenzeitregen". doch reichte es aus, meinen garten einige sekunden unter wasser zu swetzen.
durch die nacht hoerte ich, wie es nochmals ein bisschen regnete. welch herrliche abkuehlung....
mein morgenkaffe auf dem sitzplatz konnte mir heute keinen schweissausbruch bescheren. zu kuehl war der wind und die luft!

.. bis z







also, was gibt es in der naeheren umgebung noch anzuschauen....? den zoo des presidenten!
wirklich gereizt hat mich dieser ausflugsort noch nie. doch da fabrice gerne wilde tiere sieht und unterwegs nonnen ein super restaurant haben mit dem besten sesambrot der welt, setzte ich mich ins auto und schaltete die klima an.
von mir aus faehrt man noch 7 km bis zum peage (strassenzollgebuehr). ich staune immer wieder wie gross ouaga ist. denn eigentlich liegt diese zahlstelle nahe bei mir. sobald man die peage passiert hat, bruhigt sich der verkehr. ich geniesse es immer raus zu fahren. kaum aus der stadt, ist man sogliech im busch. rundhuettendoerfer mit ihren getreidespeicher "zieren" die strasse.
wir waren also unterwegs nach ziniare. 35 km von ouaga entfernt und das "dorf" von blaise dem presi. natuerlich hat es ueberall im land promotionairs von fabrice, sodass wir beim gerichtsgebaeude von ziniare einen freund aufgabelten, der gerade auch die fuehrerfunktion uebernehmen sollte. wir fuhren zum zoo, welcher auch an der strasse zum wochenendhaus und megagrundstueck blais liegt. nach ein paar verhandlungen durften wir den zoo betreten. nun, was soll dieser zoo presidentiel? als staatsmann bekommt man manchmal von anderen staatsmaennern ein wildes tier geschenkt. doch kann man dieses wildtier nicht in eine vitrine stellen. also hat der president einen zoo.
der besuch war himmeltraurig. zu beginn kann man kudus, gnus und giraffen sehen. natuerlich alle hinter gitter. die sonne brannte vom himmel, es war furchtbar heiss. die tiere suchten sich schatten. doch der ist rar. ich war empoert zu sehen, dass es kaum baeume oder unterstaende gab. auch waren die wassertroege leer. die werden anscheinend abends aufgefuellt. ich hatte echt bedauern mit den viechern, obwohl ich ja eigentlich nicht so ein tierlifruend bin.
wir marschierten weiter durchs stoppelige gras. da war das loewen und tiegerkaefig. die raubtiere schliefen in ihren betonbunker und man sah einfach eine menge abgefressene knochen liegen.
so besuchten wir das elefanten, hyaenen, verschiedene affen, warzenschwein, schlangen.....-gehaege. doch wirklich, es war frustrierend. die tiere haben kaum auslauf und die sonne brennt. selbst die kaefige sind in schlechtem zustand.
zum glueck hatte ich eine flasche wasser mit. denn nicht nur fuer die tiere fehlt der schatten...innerhalb kurzer zeit merkte ich, wie meine schultern langsam rot wurden und mein kopf heiss. das wasser war nach 10 minuten warm. nicht lau, sondern warm. zurueck beim auto bemerkte ich erst, wie die sonne mich mitgenommen hatte. ich glaub ich ahabe mir einen kleinen sonnenstichj eingefangen. ja ich weiss, schlechte vorbereitung...ohne hut und so!
nach dem besuch des zoos (mit sicherheit meinem einzigen und letzten) steuerten wir noch ein maquis an um etwas zu trinken. natuerlich laufen da etliche leute mit blaise t-shirts und pagne rum. schliesslich ist es sein dorf....
presidentenstolz
auf dem heimweg haieltenn wir noch in lumbilla. wie schon erwaehnt hat es dort ein leckeres restaurant. es wird von katholischen nonnen gefuehrt. die pizzas und auch das poulet ist echt lecker. doch das nonplusultra ist das sesambrot. es ist so lecker, sodass die theke stets mit wartenden brotkaeufern voll ist. hast du pech, wurde fuer den heutigen tag die produktion beendet.
nebst der baeckerei und der gastronomie fuehren die schwestern noch ein kinderheim und produzieren spirulinakapseln. es ist interessant die produktion der algenmuntermacher zu besuchen.
auf dem nachhauseweg hielten wir noch schnell im marina an, damit ich mir leckeren mozzarela fuer das leckere sesambrot kaufen konnte.
zu hause angekommen fiel ich mit heissem grind ins bett. mich hats echt ein bisschen zu fest erwischt. schlafen konnte ich nicht, so setzte ich mich in die badewanne, ein paar eiswuerfel ins badewasser, und versuchte mich zu erholen.
so endet es nun also, wenn man vor der hitze fliehen moechte...
natuerlich meldeten sich die stromhelden weder samstag noch sonntag. ich hatte das stadium der nervenstrapaziereung laengst ueberschritten, sodass ich mich gedanklich einfach in eine hoehlenfrau verwandelte und mir einredete, dass nur weicheier strom brauchen.
montag drohte ich nun schon fast....ich will strom und ihr kommt nun vorbei. et voila...da standen sie um 15 uhr vor der tuere.

strom ist zurueck, klima laeuft mehr schlecht als recht. aber wer braucht schon eine abkuehlung heute?! es hat naemlich goettlich geregnte und ist erfrischend kuehl. (etwas 30 grad kuehl).

2. teil von a- z

irgendwie hab ich mit den tagen ein durcheinander bekommen. wir haben aber ungefaehr den 1. mai. die klimaanlage lief nun also. auch am freitag machte sie keine anstalten. natuerlich blaest sie mir nur etwa 1 bis 2 stunden am tag kalte luft entgegen, doch dies ist sehr erfrischend und gibt mir energie, um etwas zu arbeiten. zu beginn sagten mir burkinabes: wart nur, im april wirst selbst du eine siesta machen. zum einen haben sie recht. die hitze macht unglaublich muede, doch hindern mich die schweissausbrueche am schlafen. nun haben wir also freitag abend. langsam wurde es zeit ins bett zu gehen. ich lag noch keine 5 minuten unter dem leintuch, als der sicherungskasten sich bemerkbar machte. alle 5 minuten sprang die sicherung raus. genervt rief ich um 23 uhr meinen elektriker an. der meinte, dass der stromzaehler ueberhitzt sei. ich sagte, dass mir das eigentlich ziemlich egal ist und dass er sofort vorbei kommen soll. denn seitdem er den sicherungskasten gewechselt hat gibts nur probleme. da stand er nun mitten in der nacht in meinem garten und wusste au8ch nicht mehr weiter. er haengte meine klima im wohnzimmer ab, da er meinte dort den ursprung des stromausfalls zu finden. nachdem er eine stunde an irgendwelchen sachen rumgedreht hat, entliess ich ihn. nun hoffte ich innstaendig, dass die sicherungen hielten. eine nacht ohne klima, nicht mal ventilo waere hart zu ertragen. zudem ich mich ja immernoch in der regenerierungsphase befinde. nun also war samstag. der tag beginn nett. die temperaturen stiegen. der elektriker und der sonabeltyp haben sich immer noch nicht gemeldet, obwohl sie mir versprochen haben, das alles am morgen zu regeln.
keinen strom heisst auch keinen ventilo. wie kann man sich kuehle beschafen. nein, einen waschlappen mit kaltem wasser funktioniert nicht. denn aus den wasserrohren kommt fast kochendes wasser. die einzige moeglichkeit ist....einen ausflug machen. denn mein golf hat ja klima und ein bisschen rausfahren tut immer gut. nun habe ich jedoch schon so ziemlich alles gesehen in der naeheren umgebung, wohin also?

3. teil folgt sogleich.....

Mittwoch, 26. September 2007

es friert mich


jeden morgen, wenn ich den computer starte friert es mich. auf meiner startseite habe ich den wetterbericht von ouagadougou und basel. 6.30h ouagadougou 28 grad, 8.30 basel 9 grad!
im moment kann ich mir gar nicht vorstellen, wie kalt es sich anfuehlen muss. mein saisonales empfinden ist auch total verweht. manchmal habe ich das gefuehl, dass bald sommerferien sein muessen, da es von tag zu tag waermer wird...(oder liegt es daran, dass ich vor erschoefung ferien brauche :-))
ich schicke euch ganz viele waermende sonnenstrahlen und ihr weht mir mal ein paar farbige herbstblaetter rueber!

Freitag, 4. Mai 2007

Warten


Warten....dieses Wort hat für mich eher einen ungemütlichen Beigeschmack. Man wartet auf ein Prüfungsergebnis (gäll Mirjam), auf den verspäteten Zug, auf die Mittagspause, auf das Telefon eines lieben Menschen, eben auf etwas, das man herbeisehnt. Ich warte natürlich auf meinen Abreisetag. Nicht, weil ich es kaum erwarten kann, alles hinter mir zu lassen. Im Gegenteil; ich fühle mich momentan hier sehr zu Hause und es eilt nicht, mich ins Ungewisse zu begeben. Und doch...warte ich. Das meiste ist gezügelt, die vielen sonstigen Abklärungen getroffen, meine Gedanken an der Planung meiner Unterrichtsstunden in Ouaga. Zum einen schlägt dieses Warten, dass die Tage vorbei ziehen auf die Seele, zum andern versuche ich jeden Tag noch auszukosten.
Doch plötzlich habe ich Zeit. Wieso denn? Jetzt steht so eine grosse Wende vor mir und ich habe Zeit die Zeit totzuschlagen. Schon komisch..
Nun ja, es bleibt mir nichts anderes übrig als geduldig zu sein. Ich glaube das Warten fällt mir schwer, weil ich den Abschied, der sicherlich in Tränen und Unglücklichsein enden wird, hinter mich bringen möchte. Weil ich endlich wissen will, wie es mir gehen wird, in der weiten fremden Welt. Weil ich wissen will, wie die SchülerInnen auf mich reagieren. Weil ich wissen will....
Die Frauen auf dem Foto warten auch. Doch ich denke mir, sie freuen sich zu warten. Der grosse Bouillonwürfelmulti Jumbo verteilt gratis "Versuchssuppe" in einem Becher. Langes Schlangenstehen in grösster Hitze macht ihnen nichts aus. Fliegende Händler verkürzen ihre Wartezeit, indem sie den Frauen die Ware vorführen. Und sind die Geduldigen an ihrem Ziel, wird genüsslich am Becher genippt, in der Hoffnung, vielleicht bald auch mal diesen Luxus zu Hause in den Suppentopf werfen zu können.
Geduld- ja die Geduld!

Sonntag, 25. März 2007

Kühlschrank


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Ach, ich fand die Magnetbuchstaben für den Kühlschrank immer so toll. Heutzutage gibt es ganze Themensets zu kaufen. Wieso veröffentliche ich wohl diese Magnetwand? Sicherlich damit ihr mir etwas schreibt. ABER...Ein Kühlschrank wird so ziemlich die erste Anschaffung sein, die ich in Ouaga tätigen werde. Im Moment ist die heisseste Zeit und das Thermometer steigt auf bis zu 40 Grad. Könnt ihr euch vorstellen, wie ich diesen (letzten) Schnee genossen habe....
Gut Schreiben!

P.s. Für jene, die nicht wissen wie eine Kühlschranknachricht zu hinterlassen ist...: Drücke reset, ziehe mit der Maus die Buchstaben nach oben, save the message. So, nun kann es der/die nächste lesen!