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Donnerstag, 16. Juli 2009

Mittwoch, 18. Juni 2008

ich bin ein star

wegen den unruhen verfolgte ich gestern die news am tv. ja, was seh ich denn da...eine zusammenfassung der dekoration von larry. ich konnte mitverfolgen, wie der minister diemedaille am hemd befestigte. denn zuviele leute standen am montag vor meiner sicht, um es live zu sehen. und danach...zoom auf....MICH! zum glueck hatte ich ein suesses laecheln auf dem gesicht. kaum hatte ich mich gefasst, klingelte schon mein handy. sabrina, du bist im fernsehen...es blieb nicht nur bei diesem einen bild. noch 2 mal sah man mich brav in der vordersten reihe sitzen. das war echt lustig...

Sonntag, 15. Juni 2008

baustelle


seit montag habe ich eine baustelle vor meinem haus. die baeume, die in meinem vorgarten wuchsen mussten gefaellt werden, da sie die mauer zu bruch brachten. nun liegen die baumstaemme auf der strasse und die nachbarskinder amuesierten sich und schaukelten darauf. zudem erhoehte der vermieter die mauer, jedoch nur auf einer seite (afrikanische logik?), damit man nicht so einfach einbrechen kann. da dadurch auch das tor neu eingesetzt wurde, konnte ich einen tag nicht mehr das haus verlassen. ich musste aber zur schule. es blieb mir also nichts anderes, als ueber die mauer zu klettern. dies wiederum war problemlos machbar fuer mich, was ein beweis ist, das selbst der kleinste einbrecher es locker ueber die nicht erhoete seitenmauer schafft. der einzige unterschied bestand darin, dass bei meiner mauerueberquerung stets eine schar kinder sich koeniglich amuesierten und sich vor lachen kaum mehr auf den beinen halten konnten. voici la blanche...wurde gerufen. ca va aller la blanche. il faut pas avoir peur...
die euro begeistert hier kaum jemanden, da man die spiele ja auch nicht uebertraegt. dennoch wissen die kids, dass es fuer die schweizer vorbei ist. voller freude klingeln sie an meiner tuer und fordern mich zum match aus. schweiz gegen frankreich wird das spiel genannt, wobei ich torhueter, stuermer und defensivspieler in einem bin. auch hier hatte die schweiz das nachsehen...

Dienstag, 27. Mai 2008

nach dem regen die...

ameisenplage

gestern war die luft herrlich sauber. der regen hat so ziemlich den ganzen staub weggewaschen. doch nicht nur in der luft...die strassen waren nach dem ersten regen schon in erstaunlich schlechtem zustand. nebst den vielen wasserloechern, kamen auch sonstige bodenbelaege zum vorschein. massenhaft ziegelsteine liegen umher, die sie beim strassenbau benutzt haben. irgendwie habe ich auch das gefuehl, dass der regen (und gleichzeitig vollmond) die leute ein bisschen uebermuetig gemacht hat. es ist echt eine herausforderung im strassenverkehr.
doch das ist ja alles nichts neues...
gestern abend nun, ca. um 18.30, wollte ich eier kaufen gehen. den schluessel berits im schloss gedreht, war ich dabei die tuer zu oeffnen. himmelherrgottnochmal....was ist denn hier schwarz und bewegt sich nervoes?
der ganze boden war mit fliegenden monsterameisen bevoe;kert. die geckos und echsen hatten ihre freude daran. schwupps, eine ameise nach der anderen wurde verschlungen. ein herrliches schauspiel, wenn man drinnen in sicherheit ist...oder meint, in sicherheit zu sein. waehrend ich immer noch die schwarze masse beobachtete, benutzten einige den hintereingang. das licht zog die ameisen regelrecht an. da nur meine haupttuere verglast ist (und die scheibe war wie gesagt schwarz von ameisen), war es ein leichtes spiel durch die lamellen der anderen tueren zu gelangen.
bald schon mal nuetzte ein schuh nichts mehr. ich schlug eine nach der anderen tot, doch die anzahl nahm nicht ab. ich versuchte die loecher zu stopfen, doch ohne erfolg.
also, abwarten und teetrinken. fabrice meinte, dass sie bald verschwinden. und tatsaechlich, im haus wurden es immer weniger.
wo sind die wohl alle hin? nachdem ich mal wagemutig den vorhang zur scheibe geschoben habe und tatsaechlich keine einzige ameise mehr dort war, freute ich mich, dass die echsen den kampf gewonnen hatten. doch ich glaub, dem war nicht ganz so...anstelle von ameisen, lagen nun hunderte von ameisenfluegeln am boden. die ganze terasse war mit einer schimmerden, elfenbeinfarbigen schicht ueberzogen.
unglaublich...der regen liess die viecher schluepfen, fuer ein paar minuten schwirren sie in der luft herum und hoopsla, lassen sie ihre fluegel vor der haustuere.
zum einen war es ein schoenes spektakel, zum anderen hoffe ich nicht, dass es eine wiederholung gibt...

Dienstag, 29. April 2008

I love volley-ball





ich war an einem volley-ball final der ersten division. der sportminister war auch anwesend mit seinen gefolgsleuten. ich stell mir diese situation oft mit den schweizer bundesraeten vor. die muessten ja an jeder hundsverlochete teilnehmen. zum glueck hat burkina genuegend minister, sodass die anlaesse aufgeteilt werden koennen. auch ist es erstaunlich, mit wie wenigen sicherheitsmassnahmen die politiker sich bewegen koennen, da doch jeder irgenwas zu verbergen hat. o.k. vielleicht uebeleg ich mir einfach zu viel und sollte mich eigentlich mehr um mein leben kuemmern :-)
zuerst war der damenfinal. burkina fasos lonab gegen benins nova. ich bewundere solche ereignisse hier. jede frau hat mindestens 8 klo zu viel auf den rippen, um bei uns an einem final erster division mitzuspielen. hier jedoch strotzen sie vor selbstvetrauen und sind zudem noch flink. faellt bei uns eine zentnerfrau auf die knie um den ball zu erwischen, steht sie so schnell nicht mehr auf. hier kann auch nicht von rekordgeschwindigkeit die rede sein, aber sie ist dennoch sofort wieder im spiel zurueck.
um bei uns eine spiortart auszuueben muss es immer das neuste equipment sein. die schuhe muessen 100% passen, da man sich ja sonst vertrampen kann, oder das fussbett bekommt einen knacks, fall es sich im schuh nicht wohl fuehlt. die kleidung muss natuerlich atmungsaktiv sein und zudem muesssen hose und t-shirt zueinander passen. die schoner sollten nicht einschneiden, wegen dem blutstau. vorallem sollte man aber vor einem wichtigen anlass nicht gestoert werden, da man sich ja sammeln muss. mein gott, wie sind wir doch ab und zu krank.
hier legen sie einen super match auf den betonboden mit unseren alten equipments. es wuerde wahrscheinlich jedem sportarzt kalt den ruecken runter laufen, wenn er an all die verletzungsgefahr denkt.
das schoenste jedoch finde ich die tatsache, dass sport (ich rede nicht von berufssportlern) immer noch freude und unterhaltung ist. schreit das baby? dann gib ihm im time-out dioch schnell die brust.
nach dem match, den im uebrigen die burkinabes gewannen, werden die saeuglinge auf den ruecken der mamas geschnuert, um den herren final zu schauen.

nebst den guten ballwechseln und dem spannenden spiel, fesselte aber ein nebenmann meine aufmerksamkeit. der tafelstandschreiber.

wir in der schweiz haben diese zahlenblaetter, die man bei punkten umblaettert.
hier haben sie tafeln mit kleinen holzteilen mit scharnieren. nun muesst ihr euch eine digitalanzeige vorstellen. diese holzstuecke sind auf einer seite weiss (wie die grundflaeche) und auf der anderen schwarz. nun werden die in einem unglaublichen tempo umhergedreht. bis ich mir ueberlegen konnte, welches teil ich bewegen muss, um von einer 4 auf eine 5 zu kommen, war der schreiber bereits bei der 6 angekommen. cool!

habt ihr ueberhaupt was verstanden?!

Donnerstag, 3. April 2008

Kirikou

Kirikou, mein afrikanischer Held! Wer die Geschichte noch nicht kennt MUSS undbedingt die DVD anschauen...




Kirikou et les bêtes sauvages oder: Kirku zeigt viel Mut.

Alles was er tut, macht er richtig gut.

Irgendwo im Herzen Afrikas war einmal ein alter Mann. Er sass auf dem Boden einer Höhle und begann Geschichten von Kirikou, seinem pfiffigen Enkel, zu erzählen: "Die Geschichte Kirikou et la sorcière war viel zu kurz. Es war gar nicht die Zeit, euch zu erzählen, was der kleine Kiriku noch alles vollbracht hat, denn er hatte wirklich schöne und gute Taten vollbracht, die auf keinen Fall in Vergessenheit geraten sollten. Deshalb erzähle ich sie euch jetzt."


Ein grosser Garten soll gehegt und gepflegt werden. Er wird durch die in den Lehmboden eingegrabenen Wasserkanäle bewässert. Kirikou hilft unermüdlich bis in die Nacht hinein mit. An einem Tage wird der Garten verwüstet vorgefunden. Die Dorfbewohner glauben, dass die böse Zauberin Karaba und ihre Fetische dahinter stecken. So lauern sie des Nachts gut versteckt auf den Täter, bis unvermutet eine schwarze Hyäne die Zähne fletscht. Aber eine Hyäne frisst kein Gemüse! Kirikou sucht nach Hinweisen und findet bald den Grund dafür. Nun wurde die Hyäne nie mehr gesehen, doch der Garten besitzt kein essbares Gemüse und keine Früchte mehr.


Als die Dorfbewohner ihre Lage besprechen, erwähnt jemand den fruchtbaren Boden, der aus Lehm besteht. Sogleich spielt Kirikou damit und formt prächtige Gefässe. Seine gute Idee wird übernommen, die Töpfe können gut verkauft werden. Bald töpfert und verziert das ganze Dorf schöne Gefässe aus Lehm und lassen sie über Nacht brennen. Am nächsten Tag zieht man los, kommt aber langsam voran, denn schwer ist die Ware. Angebunden an einem Baum entdecken die reisenden Dorfbewohner einen Büffel, der mit grossen Taschen gesattelt ist. Sogleich legen sie ihre Töpfe hinein und erleichtert schreiten sie der Stadt entgegen. Doch Kirikou traut dem unbekannten Büffel nicht und trägt seine Töpfe lieber selber, dafür wird er gescholten von den anderen. In der Stadt angelangt, springt der Büffel unverhofft wild umher und alle Töpfe liegen zerbrochen auf dem Boden. Durch Kirikous Vorsicht und den Verkauf seiner winzigen Töpfe, die die Marktbesucher begeistert ersteigern, kann das Dorf mit Nahrungsmitteln eingedeckt werden.


Eines Tages folgt Kirikou den Spuren eines vermeintlich dreibeinigen Vogels, was einige Dorfbewohner belustigt. Einen solchen Vogel gibt es nicht. Weit vom sicheren Dorfe entfernt, entdeckt Kirikou verwundert einen Fetisch, der mit einem Stock die falschen Vogelspuren selbst anlegt und wird sofort umzingelt von weiteren Fetischen. Er rettet sich durch Klettern auf einem Baum hoch oben geschickt auf dem Kopfe einer gemütlich mampfenden Giraffe. Während die Fetische sie beide auf Schritt und Tritt verfolgen, zieht die Giraffe immer weiter weg und prächtige Landschaften werden gemächlich bereist und die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt bestaunt. Als die stolze Giraffe zum Trinken niederkniet, ergreift Kirikou diese gute Gelegenheit und hopst am anderen Ufer des Flusses ins Gebüsch. Die hölzernen Fetische nehmen rasch die Verfolgung auf und plumpsen ins Wasser, doch die Flussströmung zieht sie weg. Die Zauberin Karaba wettert über diese Schmach. Kirikou wird nach dieser sorgenvollen, aber faszinierenden Reise endlich von den Dorfbewohnern erwartet.


Bier wurde gebraut und vergnügt es auch getrunken. Doch liegen plötzlich all die Frauen, die es getrunken haben, krank in ihren Behausungen. Ein griesgrämiger, alter Mann gibt seinen Unmut zu erkennen und fragt sich, wer denn nun die schmutzigen Kleider waschen und das Essen kochen soll. Kirikou handelt lieber und untersucht das Bierfass. Er findet darin eine giftige Blume, scheinbar wurde das Gebräu von der bösen Zauberin Karaba vergiftet. Die kranke Mutter bittet nun Kirikou, er solle sich in den Garten der Zauberin Karaba begeben und dort nach einer goldenen Blume suchen, die heilende Kräfte besitzt. Die gesund gebliebenen Kinder ergründen eine Möglichkeit, unauffällig am Fusse des Schlosses die goldene Blume einzusammeln. Sie basteln einen Fetisch und Kirikou schlüpft in den hohlen Stamm hinein. Geschwind tippelt er zum Schloss, sammelt zwei goldene Blumen ein und macht sich aus dem Staub - verfolgt von vielen Fetischen, denn die List flog auf. Im Dorfe angelangt, schlüpft Kirikou schlau aus dem Hohlkörper und lässt die Fetische den leeren, falschen Fetisch belustigt zurück tragen. Den erkrankten Frauen wird eine Blüte der goldenen Blume auf die Zunge gelegt und bald sind alle wohlauf.




Kirikou et les betes sauvages

Kirikou

Montag, 3. März 2008

arbre a palabre


jeder von uns hat sicherlich schon mal ein bild von einer afrikanischen dorfversammlung gesehen. da ist oftmals dieser riesengrosse, jahrhundertalte baobab. der dorfaelteste sitzt mit seinen beratern beim stamm. in einem aussenkreis setzen sich die maebnner, dann die frauen und zuletzt die kinder hin. dieses bild weckt in mir wieder erinnerungen an meine vorstellung von afrika.
nun endlich ist der zeitpunkt gekommen, wo auch ich an so einem palaver teilnehmen durfte.der boutiquier gab mir eine einladung der quartierversammlung.
2.maerz, 15.00, informationsaustausch.
nun fragte ich mich natuerlich unter welchem baobab wir uns treffen wuerden. doch auch hier wird alles moderner (siehe auch bild aus www.unige.ch ).
anstelle gruener baumkrone, erblickte ich bloss ein wellblechdach.wir traffen uns naemlich unter einem autohangar.
doch zumindest waren die aeltesten auf der obersten bank. wir sassen in einem kreis auf holzbaenken. 15 uhr war natuerlich laengst schon vorbwei, bald auch schon 15.30. der president war immer noch nicht erschienen. um die luecke zu fuellen, liess man die jungen anwesenden ihren antrag stellen. es ist naemlich so, dass die jungen sich nach den alten treffen. die alten unterstuetzen die jungen finanziell und moralisch. die jungen erklaerten nun also, dass sie die oeffentlichen plaetze saeubern moechten und die verkehrsicherheit im quartier erhoehen moechten. da der presi noch nicht anwesend war wurde den jungs mut zugesprochen. denn es konnten ja keine entscheidungen ohne chef fallen. so nebenbei fragte ich mich dann, wieso ich bei den alten eingeladen wurden, da die jungen auch nicht juenger als ich waren. na gut, habs nicht persoenlich genommen und wartete weiterhin geduldig auf den boss. da die luecke wiede3r irgendwie gefuellt werden musste, erklaerten sie den neuen (sprich mir) wie die treffen ablaufen. jeden ersten sonntag im monat trifft man sich unter dem hangar. man bezahlt 200 cfa (50 rp.) in die kasse und kann natuerluich auch freiwillige spenden machen. der praesi informiert ueber die neusten gegebenheiten und man faellt irgendwelche entscheidungen. das letzte groessere projekt war strassenlaternen. fand ich eine gute sache!
gut, 16.00 uhr war vorbei und es war immer noch kein chef gekommen. die versammlung wurde aufgeloest, ich bezahlte meine 200 cfa und stolperte nach hause. ich habe mir das treffen schon ein bisschen "romantischer" vorgestellt!

Mittwoch, 13. Februar 2008

fasnacht

ich bin zwar ein bisschen spaet, aber......
JA, ICH HABE MICH VERKLEIDET! schliesslich ist ja fasnacht und ich fand, einen neues kostuem taete meinem blog ganz gut!
bin ich nicht kreativ und lustig?! nein, ich habe nicht getrunken...

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Rueckblick


Letzten samstag war ich im kino. normalerweise gehe ich immer in die abendvorstellung, doch dieses mal war mir ein bisschen langweilig. ich waehlte also die vorstellung um 15.30.
angekommen sah ich, dass es ein bollywoodstreifen ist. bollywood in afrika, sicher ganz interessant.
3 tueten popcorn (die indischen filme dauern viiiieelll laenger als die amerikanischen) und ab in den sessel.
bedardi hiess der streifen, aus dem jahre 93. es war also nicht der neuste. zudem war die sprache hindi und die untertitel in einem furchtbar schlechtem franzoesisch (man nehme text und lasse es von google uebersetzen).
3 stunden lief es rund. von kaugummilangen szenen zu action pur. die afrikaner im raum amuesierten sich extrem. selbst wenn ich keine handlung erkennen konnte applaudierten, amuesierten und lachten sie.
da der untetitel so schlecht ist und die analphabetenrate in burkina extrem hoch ist, bin ich zum entschluss gekommen, dass 3/4 der leute im kino wohl einen hindi kurs besucht haben und den film wirklich verstanden.
also leute, macht euch auf die socken...hindi ist im kommen!