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Montag, 8. Juni 2009

die afrikaner und das wak

FUSSBALL IN AFRIKA
Wenn Glücksbringer alles zerstören

In der Hoffnung auf sportliche Erfolge haben Fussballer in Swasiland Glücksbringer unter dem Rasen des einzigen Stadions im Land gepflanzt - und damit das kostbare Grün ruiniert.


Auf dem Mai Mai Markt in Johannesburg wird traditionelle Medizin oder eben «Muti» verkauft.


Besonders im Bereich der Tore und im Mittelfeld gruben Spieler in grossen Mengen die «Muti» genannten traditionellen Zauberamulette unter den Rasen des Somhlolo-Nationalstadions, sagte der Regierungsbeauftragte für Sport, Sipho Magagula, am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

Der kaum ein Jahr alte, umgerechnet etwa 650 000 Franken teure Rasen sei dadurch in weiten Teilen umgepflügt worden. Die Behörden erwägen nun, die tatverdächtige Mannschaft aus dem Stadion zu verbannen. «Immer wenn dieses Team spielen würde, würde im Stadion bestimmt etwas Seltsames geschehen», begründete der Sportbeauftragte Magagula die Überlegung.
Quelle: SDA/ATS / 20 minuten online

Sonntag, 15. Juni 2008

baustelle


seit montag habe ich eine baustelle vor meinem haus. die baeume, die in meinem vorgarten wuchsen mussten gefaellt werden, da sie die mauer zu bruch brachten. nun liegen die baumstaemme auf der strasse und die nachbarskinder amuesierten sich und schaukelten darauf. zudem erhoehte der vermieter die mauer, jedoch nur auf einer seite (afrikanische logik?), damit man nicht so einfach einbrechen kann. da dadurch auch das tor neu eingesetzt wurde, konnte ich einen tag nicht mehr das haus verlassen. ich musste aber zur schule. es blieb mir also nichts anderes, als ueber die mauer zu klettern. dies wiederum war problemlos machbar fuer mich, was ein beweis ist, das selbst der kleinste einbrecher es locker ueber die nicht erhoete seitenmauer schafft. der einzige unterschied bestand darin, dass bei meiner mauerueberquerung stets eine schar kinder sich koeniglich amuesierten und sich vor lachen kaum mehr auf den beinen halten konnten. voici la blanche...wurde gerufen. ca va aller la blanche. il faut pas avoir peur...
die euro begeistert hier kaum jemanden, da man die spiele ja auch nicht uebertraegt. dennoch wissen die kids, dass es fuer die schweizer vorbei ist. voller freude klingeln sie an meiner tuer und fordern mich zum match aus. schweiz gegen frankreich wird das spiel genannt, wobei ich torhueter, stuermer und defensivspieler in einem bin. auch hier hatte die schweiz das nachsehen...

Dienstag, 10. Juni 2008

schwarz


gestern war ein schwarzer tag.
um punkt 4 schaltete ich den fernseher ein....und ich sah nur schwarz! nun haben sie mir doch tatsaechlich den sender wieder genommen. die taktik ist "ich gib dir ein zueckerchen und du gehst brav das teure abonnement anmelden". aber wieso gerade heute. italien holland waere ja so spannend....
im nachhinein muss ich froh sein, dass ich die blamage der italos nicht mitansehen musste.
stopp, es ist nicht ganz richtig so...ich begann um 4 nu8n im internet zu sucghen, ob ich tatsaechlich kein live web tv finde. ich kann euch nur sagen, dass nach 3 stunden, etlichen downloads und verzweiflung endlich etwas orange- blaues auf meinem bildschirm flimmerte.
mein bild bestand aus 1000enden von kleinen quadraten und unterbrach nach jeder sekunde. doch besser als nichts, dachte ich mir. nach der ersten halbzeit war ich aber so genervt, das ich alles bleiben liess.
ich erhofft, dass ich wenigstens irgendwo eine zusammenfassung erhaschen koennte. die franzosen sind aber viel zu egozentrisch und egoistisch um von einem anderen land zu berichten. nonstop sendungen ueber les bleu, selbst als sie die hollandgaoals zeigten, sprachen sie ueber die franzosen.
meine em geht also so ziemlich die roehre runter. ich bin ueberzeugt, dass die viertelfinals uebertragen werden, doch dann bin ich ja schon selber in der schweiz.
viel spass euch allen beim fernsehen und dass die schweizer, italiener und tuerken doch noch zeigen, was in ihnen steckt.

Montag, 9. Juni 2008

sport sport sport


das wochenende stand ganz im zeichen des sports. natuerlich versuchte ich etwas eurostimmung nach burkina zu bringen. nur ist dies so eine sache mit den fernsehsendern. ich habe das billigste sateliten- fernseh- paket abonniert. normalerweise reicht dies aus, um einigermassen informiert zu bleiben. doch keiner dieser sender uebertraegt die matchs. um den leuten die teureren angebote schmackhaft zu machen, "schenkten" sie uns letzte woche canal plus. dies ist auch der sender, der die spiele uebertraegt. nun hiess es, dass dies nur bis zum 6. gueltig ist. doch o wunder...am samstag und sonntag hatten wir immer noch empfang und ich konnte alle spiele mitverfolgen. doch irgendwie blieb die begeisterung bei meinen freunden fuer die EM auf der strecke. die einen schliefen auf dem sofa ein, andere quatschten die ganze zeit. nur ich starrte voller hoffnung auf den bbildschirm. doch ich muss eingestehen, dass mir die schweizer spieler ziemlich unbekannt waren. waere da nicht behrami, den ich dank 2 roeschenzer schuelerinnen (danke jenny und sabrina) in den ohren hatte, wuerde ich glatt behaupten, es waere nicht die schweizer mannschaft.
auch meine 2. lieblingsmannschaft verlor leider an diesem abend. (gaell, ich bin eine nette Civi).
nach der schweizer niederlage blieb noch die hoffnung auf roger national. doch auch der war nicht in hoechstform und brachte meinem land keine ehre. ich hoffe, dass mich heute abend die italiener nicht haengen lassen (sorry maaike). mit was kann ich sonst noch angeben?



na gut, meine 3 nationalitaet koennte ja burkina sein. denn da kann ich wenigstens sagen: on a gagne! bei den qualifikationsspielen fuer die WM schlugen sie am freitag ueberraschenderweise Tunesien und gestern noch burundi.dies ist doch ein land worauf man stolz sein kann.

die matchs muss ich natuerlich auf einem franzoesischen sender mitverfolgen. dies geht mir ziemlich auf die nerven. denn staendig sprechen sie von ihren "bleus", obwohl die doch bei Deutschland- Polen, CH- CZ, TK- P ueberhaupt nichts zu suchen haben. zudem fragte ich mich, wieso sie bei den deutschen immer "die deusche nasionalmaschaft" sagen und nicht "les allemands". die polonais bleiben die polonais, die schweizer les suisse, die tuerken les turques....nur die deutschen sind die deusche nasionalmaschaft....

natuerlich bin ich immer noch voller hoffnung. meine groesste sorge ist im moment nur, wo ich die matchs schauen kann, wenn sie mir den sender abstellen. irgendwie klappt es mit dem internet- tv nicht so...

Dienstag, 12. Februar 2008

burkina und der glaube

ich katholisch...nicht praktizierend, nur auf dem papier. seltene begegnungen zwischen uns 2. hochzeit, todesfall, evtl. weihnachten.
hier werde ich nun mit vielen verschiedenen religionen konfrontiert. viele verschiedene ansichten, viele verschiedene praktiken.
zuerst mal in der schule. einige lehrerInnen sind missionarsgattinen. sie leben schon seit jahrzenten in afrika, oder burkina. normalerweise folgen sie einem 3 jahres rhythmus. 3 jahre mission, 1 jahr usa oder kanada. an der schule glaenzen diese lehrkraefte vorallem durch musikalische begleitungen. meist haben sie ihre gitarre dabei und sie habne ein riesen repertoire an liedern und gemeinschaftsspielen. ihren lohn spenden sie ihrer gemeinschaft.
viele missionarsfamilien schicken ihre kinder zu uns in die schule. sie haben starken sozialen zusammenhalt und sind oft sehr aufgestellt und motiviert.
im tanzunterricht stosse ich dann teilweise an meine grenzen. hip hop ist sehr beliebt. doch viele songs dieses genre haben nun mal nicht immer nur die anstaendigsten woerter in ihren texten. so ist es fuer mich jedes mal eine mission, zuerst die texte im internet suchen, ausdrucken, uebersetzten, dem direktor vorbeibringen, er segnet es ab (sogar er ist teilweise unsicher). der coupe decale ist momentan voll im trend hier. auch diese songtexte sind zum teil nicht ganz "sauber". muessen wir diese afrikanische musik aus unserem zimmer verbannen, weil zuviel "unschickliches" erzaehlt wird (aus meiner sicht alles halb so schlimme geschichten). das sind fragen und momente, die mich woechentlich beschaeftigen. wo sind die grenzen? ich wurde bisher noch nie mit streng glaeubigen konfrontiert.
im zeichenunterricht stellt sich hin und wieder die selbe frage. nikki de saint phalle, eine franco amerikanische kuenstlerin steht auf dem lehrplan. in der schweiz kleisterten wir ihre nanas auf der mittelstufe und oberstufe. nanas, der ausdruck von starker frau, weiblichkeit, grosse brueste, grosser hintern. eigentlich sehr afrikanisch. die anmut und weiblichkeit, die auch afrikanerinnen hier oft ausstrahlen, tagtaeglich in den strassen ouagas zu erblicken.
doch nanas im klassenzimmer sind wiederum nicht fuer alle korrekt. also, alternative bieten. durch all diese erfahrungen lernete ich meine lektionen aus einer ganz anderen sicht planen, versuche vorallem auch vermehrt gewisse werte und ansichten besser zu verstehen.natuerlich gibt es liberalere und strengere familien.
glaube im alltag:
gott ist immer present. die kirchen drucken ihre eigenen pagne und die leute lassen sich dann ihr hemd oder kleid daraus naehen. moscheen an jeder ecke, grosse kirchen mit vorplaetzen so gross wie ein fussballfeld.
wie auch schon erwaehnt dauern die messen hier locker 2 stunden. mangel an glaeubigen? scheint mir nicht der fall. eher zu wenig platz, da sogar die vorplaetze voll sind.
mein boutiquier hat es aufgegeben mich zu fragen, ob ich in der kirche war...
ich glaube aber, dass afrika ohne den starken glaube gar nicht existieren kann. wie oft habe ich schon gehoert: an was sollen wir glauben, wenn nicht an gott? oft gibt es verzweifelte situationen. geld oder andere mittel fehlen um eine loesung zu finden. also hoffen, dass gott hilft, um nicht auch noch den letzten funken hoffnung zu verlieren.
an der coupe d'afrique fiel mir auch wieder auf, wie alle zu ihrem gott beteten. der goalie im tor auf den knien zum himmel schauend. die mannschaft im kreis mit vorbeter. seelenruhig nahmen sie sich diese zeit, um beistand im spiel zu erlangen.
die frage war nur, auf welcher seite wird gott wohl heute stehen?
natuerlich ist dies nur ein kurzer post mit einigen beispielen. es gaebe noch so viel zu schreiben. wie leben die animisten ihren glauben? in burkina leben viele muslime. warum finde ich aber, dass dieser glaube nicht mehr "auffaelt" als andere? fragen ueber fragen....erlebnisse ueber erlebnisse

Montag, 11. Februar 2008

afrika meister


aegypten hat nun cameroun geschlagen und nimmt auch dieses jahr den pokal mit nach hause. obwohl die burkinabes gerne einen schwarzafrikanischen sieger gesehen haetten, finden sie trotzdem, dass aegypten es verdient hat.