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Samstag, 24. Mai 2008

neue modelle


Calcul, ein kleines etui fuer schreibwaren!

irgendwie klappt es nicht mit den bildern hochladen.
unter dem link meine fotos kann man alle modelle genauer betrachten.

Freitag, 16. Mai 2008

jalousie


ich freute mich sehr ueber eure reaktionen betreff reissacktaschen. natuerlich versuche ich moeglichst viele mit nach hause zu bringen. wenn es da nur den guten alten zoll nicht gaebe...
mam hat dem schneider bereits vor einem monat eine naehmaschiene geschickt, die ihr jemand "gespendet" hat. das problem ist nur, dass er strom braucht (hier wird immer noch mit den tretmaschinen gearbeitet). er ist auch auf dem besten weg dazu, das geld fuer den zaehler und sicherungskasten zusammen zu bringen. ich koennte ihm natuerlich das geld vorschiessen, doch in afrika gibt es ein grosses problem : la jalousie.
schon jetzt schauen mich die nachbarn argwoehnisch an. sie fragen sich, warum ich zaccharias helfe, da ich ihn ja noch nicht mal ein jahr kenne. selbst seine eltern dachten, dass ich ein verhaeltnis mit ihm habe. ansonsten koennen sie sich dies nicht erklaeren. das heisst fuer mcih nun....aufpassen. denn freunde werden hier schnell zu "feinden". natuerlich hat hier jeder ein problem zu loesen und natuerlich denken alle, dass ich als weisse sowieso im geld schwimme. die begruendung des persoenlichen interessens an den taschen verstehen sie nicht.
die eifersucht spielt hier im taeglichen leben eine grosse rolle. sie ist nicht immer offensichtlich und wird oft gemein verbreitete. ich war zu beginn ganz erstaunt ueber dieses phaenomen. denn zu blauaeugig betrachtete ich "den familienzusammenhalt". was ich als bewundernswert empfand, stellte sich nun als nicht mehr so rosig heraus. warum goennt man nicht mal der eigenen schwester etwas. klar kann ich es nicht verallgemeinern. auf jeden fall gaebe es viele, fuer mich unverstaendliche situationen, zu erzaehlen.
mein naechster gedanke war, dass man ja alles im geheimen abwinkeln koennte. doch das widerspricht sich hier auch mit der kultur. bei einem geschenk muessen die eltern und familie informiert werden. eine kleine delegation kommt selbst zu hause vorbei um zu danken. vielleicht ist diese offenheit, mit der gefahr der eifersucht, immer noch besser. denn woher sollte er ploetzlich das geld her haben, um sich eine solche maschine zu kaufen.
deshalb bleibe ich nun bei "hilfe zur selbsthilfe". nach meinen sommerferien wird er einen batzen geld fuer seine arbeit bekommen.
heute abend findet meine 2.letzte artshow statt. ach wie freu ich mich aufs wochenende.....

Mittwoch, 14. Mai 2008

Reissack












ja, ja...ich startete ein kleineres projekt mit meinem schneider. klar wusste ich, dass es probleme geben koennte. nicht wirklich grosse, sondern halt afrikanische hindernisse, an die ich gar nicht denken konnte.
die ersten 2 modelle sind in produktion gegeangen. nachdem wir sicher etwa 7 designs genaeht hatten, entschlossen wir uns fuer das model "Ouagadougou" und " Sauce". wir schauten die prototypen genau an, ich gab ihm hinweise, was zu aendern war oder besser gemacht werden musste. gestern nun, nach etlichen wochen, stand er mit 10 fertigen taschen vor der tuere. genial...super schoen genaeht, mit details versehen, richtig toll. natuerlich wusste ich, dass die leute die taschen mir unter den haenden wegkaufen wuerden. daher sagte ich ihm, dass er sofort weiterproduzieren muesse, da ich ja auch welche mit in die schweiz nehmen moechte.
er druckste wieder rum, wie auch schon einige male vorher. ich sagte ihm, dass er jetzt nicht mehr nur fuer mich arbeite, sondern auch fuer andere und er solle doch mit der sprache rausruecken. denn jetzt muessen termine eingehalten werden...
et voila...das problem ist, dass er ja eigentlich geld fuer eine naehmaschine spart. das heisst, er hat keine eigene. im atelier um die ecke sind es 4 schneider auf 2 maschinen. dort kann er seine taschen nicht naehen, da der chef dies nicht mehr moechte. nun muss er immer eine frau fragen, ob er ihre maschine mieten darf. diese frau kennt ihn zuwenig, sodass sie ihm die maschine nur immer fuer ein paar stunden leiht. und dies nicht taeglich. das heisst, dass er staendig am organisieren der maschine ist und so gar nicht recht arbeiten kann. er sagte mir, dass wenn er die maschine nur mal 2 tage haben koennte, wuerde er massen produzieren koennen, doch so ist es schwierig. das sind wirklich probleme. zacharias will wirklich arbeiten. er ist auch gaz begeistert vom projekt, doch nun hindert ihn die tatsache, dass er keine eigene maschine hat daran, fleissig zu naehen.
die 10 taschen hab ich heute mit in die schule genommen. nun, um 8.00 sind nur noch 2 uebrig. ich habe mit dem gerechnet. nun muessen wir heute schauen, wie er moeglichst schnell wieder taschen herstellen kann. zudem moechte ich ja auch noch andere dinge genaeht haben. mit mam haben wir bereits tischsets und abfallkuebel ausprobiert. auch schuletuis sind ganz witzig.
das schoene an der ganzen geschichte ist , dass auch die burkinabes ploetzlich geschmack an den allten saecken bekommen.
zu beginn wurden wir belaechelt. sie nahmen uns hoch und sagten, dass doch nur yamswurzeln und maniok in die saecke gehoert. zudem targen nur die leute aus dem dorf eine reisacktasche mit sich (modell migros papiertasche). nun wird er bestuermt und die frauen fragen nach neuen modellen oder strecken einfach mal wieder die nase rein um zu schauen, was es neues gibt.