Sonntag, 27. Mai 2007

Ohne Worte


Mehr dazu morgen....

Donnerstag, 24. Mai 2007

Stundenplan


Ja, die Zeit vergeht im Fluge! Nun habe ich meinen Stundenplan bekommen. Gott war mir gnädig..ich muss nie vor 7.55 Uhr beginnen. Ich bin mir zwar noch nicht sicher, ob ich trotzdem anwesend sein muss. Der Stundenplan ist sowieso kompliziert und mein schweizer Hirn konnte noch nicht auf das neue System umgepolt werden. Man arbeitet nicht nach Wochentagen, sondern nach A-, B-, C- oder D-Tagen. Das heisst Montag ist ein A-Tag, Dienstag ein B, Mittwoch ein C, Donnerstag ein D, Freitag ein A, Montag ein B.....Kapiert? Ich beginne täglich mit einer Lektion Zeichnen. Dann habe ich jeweils 2 Stunden Pause. Die nutze ich wohl, um Vorzubereiten, oder ich gehe mich im Pool abkühlen. Um 11 Uhr gehts dann weiter bis 13.40 Uhr. Was mir jedoch immernoch Sorgen bereitet sind die Tanzstunden. Zu allem Greuel finden sie dann auch noch alle zwei Tage für 85 min. statt. Bei Damir macht es mir Spass, aber mich selber vor eine Klasse stellen graut mir immernoch.
Wie dem auch sei....ich freue mich trotzdem riesig auf meinen Auslandaufenthalt.
Der Auto-Africa-Export ist immer noch aktuell. Ich habe Civi so viele Reiseberichte von Transafrikanern (8-tung, das hat nichts mit Travestie zu tun, sondern mit Verrückten, die Europa- Afrika mit dem Auto durchreisten) zugemailt, dass er gar keine Wahl mehr hat. Es könnte einzig und alleine an unserer Bürokratie scheitern. BewerberInnen sind immer noch willkommen! Natürlich ohne Lebenslauf und Foto....

Sonntag, 20. Mai 2007

Das ultimative Abenteuer


Meine lieben Leute....nun wird es ernst. Hast du die Möglichkeit etwa 2 Monate zu verreisen? Parlez- vous francais? Bist du abenteuerlustig? Super! Ich dachte mir doch, dass es dich gibt! Es geht um Folgendes: Ich erzählte Civi von meinem "Autoproblem". Mich von meinem Twingo zu trennen ist ja nicht so einfach. Auch würde er vom Alter und den Hautunebenheiten doch bestens nach Afrika passen. Da meinte Civi, dass er das Auto nach Burkina Faso bringen könnte. Es würde ihn auch sehr reizen, den afrikanischen Kontinent von einer anderen Seite kennenzulernen. Den Kongo hat er bereits bereist. Nun fehlt ihm nur ein Beifahrer. Obwohl er ja ein Sprachtalent ist :-) wäre er froh, wenn ihn jemand beim Französisch unterstützen könnte. Also, dies ist ein Aufruf....WER FàHRT MIT CIVI UND MEINEM TWINGO ( DAS RAUMWUNDER ) IM NOVEMBER/ DEZEMBER QUER DURCH AFRIKA NACH BURKINA FASO ???? Das wäre sooooo cool! Ueberleg es dir...

Lokua Kanza

Gestern war ich im Stadtcasino Basel am Konzert von Lokua Kanza. Ich habe die Tickets ins Blaue raus bestellt. Habe den Namen vorher nie gehört. Doch ich musste feststellen, dass Lokua gar nicht so unbekannt ist. Er hat die Titelmusik zum Film "Congo River" geschrieben. Aufgewachsen im Kongo, Abstecher nach Cote d'Ivoire und nun hauptsächlich in Frankreich unterwegs. Sehr schöne Songs, richtig gut, um eine Gedankenreise nach Afrika zu unternehmen.

RFI Afrique schreibt:
Even before his first album came out, Lokua Kanza's notoriety had spread well beyond the already wide circle of African music spheres. His soft, melancholy acoustic music has swept away the current clichés regarding ex-Zaire music, with its rumba and diabolical Soukouss rhythms. Lokua Kanza is a musician of multiple talents, a singer, composer or arranger as required. As for his undeniable artistic feeling, it has attracted artists from many different horizons, from Youssou N'Dour to Patrick Bruel. With Ismaël Lô, Baaba Maal or Geoffrey Oryema, he has brilliantly ensured the renewal of African music.
Wer noch mehr wissen will: http://www.lokua-kanza.com/

Mittwoch, 16. Mai 2007

Wahlen Frankreich

Burkina Faso und die Wahlen in Frankreich.....Sarko attend, je dis ici il n y a pas de clochard! chez vous dans ton pays la ya clochards, ya pas clochards ici...

Impfungen 2- tut nicht weh


Schaut mal was ich noch gefunden habe im neusten Reiseführer für Burkina Faso (Bradt travel guide; Burkina Faso; Katrina Manson und James Knight). Entweder werdet ihr nun überzeugt oder abgeschreckt!

Restaurant Le Chalet Suisse, And just when you thought you couldn't possibly get cheese fondue in Burkina Faso...This is pure Alpine chalet, run by a Swiss owner, with chequered tablecloth, tacky wooden beams, and wooden African animal masks hanging on the wall where there would normally be ancient snow boots. You can have a variety of cheese fondues, including raclette, flown in at great expense but sold at a decent price (unlimited amounts for 8500cfa, 22sfr pp), alongside potatoes, cornichons, cold meat, or beef to fondue yourself. A real find.

In diesem Sinne: Fondue isch guet und git e gueti Luune!

Impfungen


Ich weiss, Burkina Faso liegt nicht gerade um die Ecke. Trotzdem würde ich mich über Besuch freuen. Es gibt ja verschiedene Arten von "Besuchsgruppen": 1. Der Direkte: Ich komme dich nicht besuchen, oder : Ich spritz mich doch nicht mit Chemie voll, oder: Ich hab keinen Stutz... 2. Der Möchtegern: Wohin gehst du? Ist das weit? Gibts dort hässliche Tiere? 3. Der Möchtegern mit Ausreden: Ach, wenn ich nur nicht so viele Impfungen machen müsste, würde ich glatt vorbeischauen. 4. Mein treuer Freund und Begleiter: Ich lande am 32. Januar um 2.30h in Ouaga. Hast du Zeit mich abzuholen?
Für all jene, die zu keiner dieser Gruppen gehören, kopiere ich einmal die Empfehlungen von www.safetravel.ch rein. Bitte nicht erschrecken...

Ein Malariarisiko existiert das ganze Jahr in den Risikogebieten.
Es wird empfohlen sich gegen Mückenstiche zu schützen.
Es ist nötig ein Malariamedikament vor, während und nach der Reise : Mefloquin (LARIAM® / MEPHAQUIN®) oder Atovaquon + Proguanil (MALARONE®) oder Doxycyclin (Monohydrat) einzunehmen.

Impfung

Die Gelbfieberimpfung ist obligatorisch.
Die folgenden Impfungen sind für jedermann empfohlen: Diphtherie, Tetanus, Poliomyelitis, Masern, Hepatitis A, Abdominaltyphus
In speziellen Situationen sind die folgende Impfungen empfohlen: Hepatitis B, Tollwut, Mening.-Meningitis

Bemerkungen für Gelbfieberimpfung: nicht für Flughafentransit-Passagiere

Für die Rezeptausstellung und die Impfungen, konsultieren Sie einen Hausarzt oder ein Impfzentrum. Die Gelbfieberimpfung kann nur in einem Impfzentrum oder bei einigen autorisierten Aerzten durchgeführt werden.

Na, ist doch nicht so schlimm ;-)
In diesem Sinne: Bis bald!

Dienstag, 15. Mai 2007

Wort zum Dienstag


La vie est comme le derrière de la poule : tantôt il sort des œufs, tantôt il sort de la fiente.
( Sprichwort aus Burkina Faso)

was so viel heisst wie: Das Leben bescherrt uns schöne und unschöne Momente :-)
Nein, keine falschen Vermutungen....ich hatte bis jetzt einen schönen, angenehmen Tag!

Sonntag, 13. Mai 2007

win win win

Beni von Benissimo ist out, auch win 4 life bringts nicht. Oder hast du schon mal etwas gewonnen? Hier ein heisser Tip! Du musst nur die Münze nehmen und aufrubbeln...

Create your own Scratch Ticket

bollywood


Früher reiste ich mit meinem Rucksack um die Welt. Heute habe ich eine noch günstigere Variante gefunden! Ja, der Tanz. Es tut mir leid, dass ich euch eventuell mit diesem Thema langweile, aber im Moment bestimmt er mein Leben ;-). Nun zurück zur Reise. Also es geht so: Man gehe zu Amazon.de oder .com, bestelle dort DVDs der landestypischen Tänze und schon ist man um die Welt gereist (sofern man sie natürlich auch ausführt!). In meinem Fall sind das Hip Hop (USA/ Kanada), Bollywood Dance with Hemalayaa (Indien), D!s Streetdance (Deutschland), Bellydance mit Elsa Leandros (Orient), Salsa und Samba (Brasil) und Flamenco (Spanien). In 70 Tagen (oder waren es 80?) um die Welt ist passéé, heute kann man alles zu sich ins Wohnzimmer holen! Klar ist bei diesen DVDs auch sehr viel Schrott dabei und es braucht Geduld um zu verstehen, was die denn eigentlich wollen. Na, eben wie beim echten Reisen! Soweit so gut..Bon voyage, good journey, gute Reise, buen viage (??)....
P.S. Natürlich bevorzuge ich den Rucksack!

Mittwoch, 9. Mai 2007

Tanz-Newsletter


Nun hab ich mich entschieden. Streetdance-Tanzstunden müssen genügen! Nach einem kurzen Umweg in den Modern/ Jazztanzbereich bin ich am Ende meiner Begabung angekommen. Klar, zum Zuschauen fand ich Modern/ Jazz toll. Es sieht alles so geschmeidig aus. Realistisch gesehen muss ich dies aber vergessen. In den 2 Monaten, die mir noch bleiben, bring ich die vielen Grundschritte einfach nicht in mein Hirn und meine Beine. Für mich sind es zu viele klassische Elemente, die Grazie verlangen. Die hab ich einfach nicht. Da bin ich zu "bodenständig". Dafür gehts aber bei Damir vorwärts. In den Stunden selbst stell ich mich zwar manchmal recht ungeschickt und unkoordiniert an. So lange vorne noch jemand steht, der geduldig immer wieder von vorne beginnt, wieso sich zu fest bemühen?! Doch ich weiss schon, dass bald ein anderer Wind wehen wird! Zu Hause tanze ich mit D! Wer hätte gedacht, dass ich mal vor dem Fernseher mit Detlef D! Soost umherhüpfen werde. War ja nicht ein allzu grosser Fan vorher, kannte ihn auch nicht wirklich. Muss aber sagen, dass seine DVDs super gemacht sind um Schritte und Choreos einzustudieren. In diesem Sinne: DIE NEUSTEN MOVES, DIE HEISSESTEN GROVES!

Freitag, 4. Mai 2007

Warten


Warten....dieses Wort hat für mich eher einen ungemütlichen Beigeschmack. Man wartet auf ein Prüfungsergebnis (gäll Mirjam), auf den verspäteten Zug, auf die Mittagspause, auf das Telefon eines lieben Menschen, eben auf etwas, das man herbeisehnt. Ich warte natürlich auf meinen Abreisetag. Nicht, weil ich es kaum erwarten kann, alles hinter mir zu lassen. Im Gegenteil; ich fühle mich momentan hier sehr zu Hause und es eilt nicht, mich ins Ungewisse zu begeben. Und doch...warte ich. Das meiste ist gezügelt, die vielen sonstigen Abklärungen getroffen, meine Gedanken an der Planung meiner Unterrichtsstunden in Ouaga. Zum einen schlägt dieses Warten, dass die Tage vorbei ziehen auf die Seele, zum andern versuche ich jeden Tag noch auszukosten.
Doch plötzlich habe ich Zeit. Wieso denn? Jetzt steht so eine grosse Wende vor mir und ich habe Zeit die Zeit totzuschlagen. Schon komisch..
Nun ja, es bleibt mir nichts anderes übrig als geduldig zu sein. Ich glaube das Warten fällt mir schwer, weil ich den Abschied, der sicherlich in Tränen und Unglücklichsein enden wird, hinter mich bringen möchte. Weil ich endlich wissen will, wie es mir gehen wird, in der weiten fremden Welt. Weil ich wissen will, wie die SchülerInnen auf mich reagieren. Weil ich wissen will....
Die Frauen auf dem Foto warten auch. Doch ich denke mir, sie freuen sich zu warten. Der grosse Bouillonwürfelmulti Jumbo verteilt gratis "Versuchssuppe" in einem Becher. Langes Schlangenstehen in grösster Hitze macht ihnen nichts aus. Fliegende Händler verkürzen ihre Wartezeit, indem sie den Frauen die Ware vorführen. Und sind die Geduldigen an ihrem Ziel, wird genüsslich am Becher genippt, in der Hoffnung, vielleicht bald auch mal diesen Luxus zu Hause in den Suppentopf werfen zu können.
Geduld- ja die Geduld!

Dienstag, 1. Mai 2007

Fotos

Hier einige Bilder von meinen letzten Reisen nach Burkina Faso!


Hibiskusblüten (Bissap)


Ingwerknollen


Während des Fussballspiels


Auf dem Markt


Rote Zwiebel von Boromo ( Sollen die Besten sein!)


Boromo Busbahnhof


Solène


Kinder in Bobo


Ouaga Busbahnhof TCV


Mosque von Bobo- Dioulasso

Samstag, 28. April 2007

Ma famille africaine

Die Tage vergehen wie im Fluge. Ich bin für meinen Umzug gerüstet. Das einzige Problem ist immer noch das Tanzen. Aber ich gebe mir alle Mühe und mache doch schon Fortschritte. Neu gehe ich auch noch in Modern Jazz Stunden. Heute habe ich mir neue Tanzklamotten ausgesucht, in der Hoffnung, dass meine sportive Bekleidung von den Fehlern ablenkt. Aber um ehrlich zu sein....ich habe am Tanzen Spass bekommen!
Da die Abreise näher rückt, dachte ich mir, ich stelle euch meine burkinabesische Familie vor.
Es sind dies: Ziba Odette, 57 Jahre. Sie verkörpert für mich die Schönheit der afrikanischen Frauen. Stets gut gekleidet in ihren wallenden Boubous, strahlt sie einen unglaublichen Stolz und eine unglaubliche Selbstsicherheit aus. Weiter gehts mit Fabrice Bila, 32 Jahre. Er führte mich durch Bobo-Dioulasso und ist mein persönlicher Bodyguard ( Er ist Gendarme:-) ). Zudem ist er ein super Koch. Ich werde also sicherlich nicht hungern. Auch erklärt er mir immer wieder, wieso ich eben wieder in ein Fettnäpfchen getreten bin. Er ist wirklich sehr geduldig. Sein Bruder Stephane Bila könnte ich meinen persönlichen Chauffeur nennen. Nur leider entspricht sein Fahrstil demjenigen meines allerliebsten Bruders Sandro, was heisst, dass ich mich überall festhalte und sehr gestresst auf dem Beifahrersitz mitbremse. Er hat in Bamako Elektronik studiert. Es ist mir zwar ein Rätsel was er genau gelernt hat, da immer im ganzen Haus Stromausfall war und es alle Sicherungen "geputzt" hat, sobald er mit Elektrizität in Berührung kam.
Es bleibt noch Rachel Kabore, Mutter von süssen Zwillingen. Von ihr wurde ich immer mit Süssigkeiten verwöhnt. Auch erklärte sie mir das Leben in Ouaga und alle Do's und Don'ts! Glaubt mir, es sind ziemlich viele..:-)
Also ihr seht, ich werde gut umsorgt. Ich bin auch sehr froh, sie alle um mich zu haben, da ich sicherlich von Heimweh geplagt werde. So weiss ich, bei wem ich mich ausweinen kann..

Sonntag, 22. April 2007

Tanz


Ich habe euch bereits erzählt, dass ich mich im Hip Hop versuche. Larry hat mich ja gebeten, diese Lektionen bei Bedarf zu übernehmen. Nur den SchülerInnen zuliebe natürlich. Da aber alles darauf hinwies, dass ich bei meinen Art-Stunden bleiben kann, nahm ich meine erste Hip Hop Stunde nicht ganz so ernst.
Heute nun erreichte mich ein Mail, in dem ich so nett gebeten wurde, diese Stunden zu übernehmen. Aus meinem gemütlichen Sonntagnachmittag wurde ein panisches Ringen mit meinem Gewissen. Gut, ich mache es kurz, damit ihr nicht die Gefühlsachterbahn mit mir durchleben müsst: Ich habe natürlich zugesagt. Aber nur der Studenten wegen...
Das heisst für mich: schwitzen, verzweifeln und den Schweinehund tagtäglich überwinden. Dass ich mit 33 Jahren noch mal sportlich werde, haben selbst meine besten Freunde wohl nie gedacht. Aber wartet nur, euch werde ichs zeigen....

Mittwoch, 18. April 2007

In the streets of Ouaga

Habe auf Google ein Video von zwei Spaniern gefunden. Sie durchqueren die Stadt im Auto. Es geht zwar alles ein bisschen schnell, gibt aber trotzdem einen kleinen Eindruck, wies dort so zu und her geht..


Montag, 16. April 2007

Yo Yo


Ich bin unter die Hip Hopper gegangen. Hier auf dem Foto seht ihr mein neues Idol. Ich entschuldige mich bei allen Kennern im Voraus für irgendwelche uncoolen Ausdrücke oder Vermischungen mit Rap. Aber wie gesagt, ich befinde mich noch im Anfangsstadium.
Das kam so....Larry, der Direktor erklärte mir, dass seit längerer Zeit keine Dance Classes angeboten werden können. Da in meiner Bewerbung "afrikanischer Tanz" erwähnt wurde (wie blöd auch von mir!), dachte er sich..........ich könnte doch sicher diese Lektionen übernehmen. Ich versuchte mich mit Händen und Füssen zu wehren (nein, ich gründete nicht sofort einen Gangstaclan). Er meinte, ich müsse gar nicht selber tanzen, da die Kids ja ständig Musikvideos schauen und bestimmt selber schon ganz viele Schritte kennen. Ich sei für die Choreographie zuständig. O.K. Ich wehrte mich weiterhin....aber mit schlechtem Gewissen. Soll durch meine eigene Unwissenheit und Lustlosigkeit den SchülerInnen der Traum vom Tanzen zerstört werden? Da ich ja eine gute Schweizerin bin, würde ich mich logischerweise auch nie für etwas bezahlen lassen, dass ich gar nicht beherrsche. Also hiess das Tunschuhe an und schwitzen.
Damir, die gute Seele muntert mich auf es zu versuchen. Also stand ich heute um 7 in voller Montour im Fitnessstudio. Ich wurde sofort umsorgt und Mut wurde mir zugesprochen. Am Telefon erklärte mir Damir, dass alle in der Gruppe in unserem Alter sind. Zu blöde, dass ich vergessen habe, dass er etwa 5 Jahre jünger ist als ich. Das heisst, das Durchschnittsalter liegt bei 23.
Ich schnappte mir einen Platz in der hintersten Reihe. Nur nicht auffallen...
Das Einwärmen verlangte schon jede Menge Ausdauer und Kraft. Vielleicht muss ich noch anfügen, dass ich eine der unsportlichsten und faulsten Personen in meinem Umfeld/Freundeskreis bin.
Ich merkte, wie mir der Schweiss den Rücken runterlief, das Herz an Geschwindigkeit nicht mehr zu toppen war und fragte mich auch, ob ich wohl ohne Bauchmuskeln zur Welt gekommen bin.
Danach begann die Choreo. Müsste ich einen Schulbericht über mich verfassen, hiesse es: Sabrina hat Mühe mit der Grobmotorik und Koordination. Diese zwei Schwächen wirken sich natürlich auch auf das Rhythmusgefühl aus. Usw...
Damir aber munterte mich augenzwickernd auf und schaute fürsorglich zu mir. Ist ja nett, aber unter lauter jungen Mädels eher peinlich.
Zum Schluss aber trotzdem noch ein kleines Lob: Ich hab die 6 Schrittfolgen drin, wenn auch noch nicht so elegant, oder besser gesagt locker und cool. Aber es war ja erst die erste Lektion....yo yo!

Donnerstag, 12. April 2007

Danke für die Spende


Habt ihr etwas bemerkt? Bestimmt nicht! Ich verrate es euch.....diesen Post schreibe ich auf meinem neuem MacBook. Soooo toll. Dank Spenden zu meinem Geburtstag konnte ich mir diesen Luxus leisten ;-). Nein, ich wollte damit nur sagen, dass ich nun meinen Computer mitnehmen kann und ihr bestimmt News auf meinem Blog weiterlesen könnt. Ich weiss zwar nicht, ob ich in Ouaga online sein werde, da die Gebühren für schnelle Verbindung für meine Verhältnisse relativ teuer sind. Reizvoll wäre es vorallem wegen Skype. Aber sicher ist, dass ich in der Schule ins Internet kann. Die Mails werden also regelmässig gecheckt.
Das Foto habe ich mit Photo Booth gemacht. Es ist ein Fotoautomat wie Anno dazumal....wir pilgerten nach Basel um für 1.- schwarzweisse Passfotos knipsen zu lassen. Erinnert ihr euch? Leider sind die nun ziemlich ausgestorben. Mein Mac lässt sie mit diesem Programm wieder aufleben! Nur natürlich mit moderneren Abzügen.....

Freitag, 6. April 2007

Projet du gouvernement

An Ideen mangelt es selten. Die Ausführung ist eher das Problem. Hier ein gutes Beispiel, wie Dinge umgesetzt werden :-)!

Mittwoch, 4. April 2007

Alltag


Natürlich frage ich mich immer wieder, wie wohl mein Alltag in Ouaga aussehen wird. Die ersten Wochen werden gefüllt sein mit rein organisatorischen Leckerbissen (eben die Dinge, die ich so liebe:-( ). Aber einmal ein Dach über dem Kopf, beginnt das Leben.
Also, es könnte folgendermassen aussehen:
Mein Wecker klingelt um viertel vor sechs (Horror, Horror, Horror!!!!). Je nach Distanz auch früher oder später (Bitte, Bitte, Bitte!!!). Ich fülle das Wasser in mein kleines Kännchen, zünde das Gas an und lass es heiss werden. Ich nehme das Kännchen vom Herd und schütte es in die Tasse, wo ich vorher das Nescafe- Pulver abgelöffelt habe. Ein kleiner Schluck Milch und fertig ist mein Muntermacher. Doch nun heisst es warten....denn er ist noch zu heiss. Seht ihr wie viel ich arbeiten muss, bis mein Hallowach bereit ist? Ne, nichts mit Knöpfchen drehen. Es kann auch sein, dass ich vor Müdigkeit während des Aufkochens des Wassers schon wieder eingeschlafen bin. Meine Morgen haben ja bekanntlich nicht Gold im Mund.
Gut, danach wasche und striegle ich mich und düse, wahrscheinlich im Auto, zur Arbeit. Ich muss ab 6.50 a.m. im Schulzimmer anwesend sein. Ich bereite meine Sachen für den Unterricht vor. Die Deckenventilatoren surren lislig und i trinke no e Camparisoda (Ach ne, da verwechsle ich was). Um 7.10 a.m. beginnt die Schule. Ich verhasple mich hundert Mal, wende siebzig Mal das falsche englische Wort an und dreihundert Mal kommt mir die Uebersetzung gar nicht in den Sinn. Um halb elf ist dann endlich die grosse Pause. Mit Bedauern musste ich feststellen, dass sie nun an der Schule auch etwas von gesunder Ernährung gehört haben. Süssgetränke sollen gestrichen werden, Donuts auch. Muss mich nun mit einer Pizza zufrieden geben. Oder ich entscheide mich für das Thonsandwich im Volkornbrot?! Ihr seht, mein Ziel ist es mit 10 Kilo mehr auf den Rippen zurückzukehren. Nein, natürlich werde ich mir den Magen mit den leckeren Früchten vollschlagen. Um elf gehts dann wieder weiter bis 1.40 p.m. Dann zirkle ich mich nach Hause und mache eine Siesta.......Schnarch!
Leider bin ich noch nicht weiter gekommen mit meiner Alltagsplanung. Ist aber auch besser so. Denn ich glaube, dass eh nichts so kommt wie geplant.

Dienstag, 3. April 2007

Ne-y windga- Bonjour


In Burkina Faso ist die Begrüssung ein Ritual. Wehe du fragst zu wenig, oder nicht das Richtige, oder das Falsche!
Normalerweise tönt es so:

Guten Tag
Guten Tag
Wie geht es?
Danke der Nachfrage, mir geht es gut.
Und der Familie?
Danke, gut.
Deiner Mutter?
Es geht.
Dein Vater?
Es geht.
Und den Nachbarn?
Danke gut, so Gott es will.
Und die Gesundheit?
Es geht, danke.
Und die Ernte?
Es wächst.

Dann kommen die selben Fragen nochmals, nur von der anderen Person. Das kann wirklich dauern. Vorallem hätte sich noch nie jemand über seine Familie oder die Gesundheit beschwert. Es existiert nur "Oui, ça va". Mir wurde erzählt, dass sogar ein totkranker Mann nie die Wahrheit sagen würde.
Die jungen Burkinabes nennen es "das Protokoll". Durch die Modernisierung trifft man immer mehr Leute, die die "Begrüssungszeremonie" abkürzen. Und trotzdem- jede Begegnung wird mit mindestens "Bonjour, ça va?" begonnen.
Also, für all jene, die mich besuchen kommen: UEBT SCHON MAL KRäFTIG!

Moré- Francais

Salutations
Mot/ Traduction/ Commentaire
Ne-y yibeoogo/ Bonjour/ Le matin
Ne-y wîndga/ Bonjour/ Vers midi
Ne-y zaabre/ Bonsoir/ L'après midi à partir de 15h (en Afrique de l'Ouest c'est déjà le soir)
Ne-y yungo /Bonsoir/ Après le coucher du soleil
Ne-y tuuma/ Bonjour/ à des gens qui travaillent
Yeela/ Bienvenue
Yîis kibare?/ Comment allez-vous ?
Keemame?/ Ca va ?
Laafi / Laafi bala / Laafi beeme/ Ca va.
Bilfu/ À bientôt
(Wênd na kô-d) beoogo/ À demain (ou au revoir)/ Littéralement "Que Dieu nous donne le matin"

Expressions
F' gomda moore ? (ou Fo)/ Parles-tu mooré ? /fo = toi ; gome = parler
Mam wumda moore./ Je comprends le mooré. /mam = moi ; wume = entendre, comprendre
Fo yuur la bôe ? /Comment tu t'appelles? /Réponse : Mam yuur la ...
Fo tara yuum a wâna ? /Quel âge as-tu? /Réponse : Mam tara yuum ...
Wênd na kô-y laafi /Bonne guérison/ Littéralement "Que Dieu vous donne la santé"
Nasaara/ Le Blanc/ Origine : Nazareth, donc chrétien
Yaa wâna?/ C'est combien?/ Pour demander le prix d'un objet à un commerçant
Yaa sôama!/ C'est bien!
Yaa sida./ C'est vrai.
Yaa woto/ C'est ainsi/ Utilisé pour marquer son accord avec son interlocuteur
Yaa toogo/ C'est difficile ; C'est cher
Mam nonga foo/ Je t'aime /Visible sur le mur des amoureux à côté du métro Abbesses à Montmartre (Paris)

Les chiffres
En lettres/ Chiffre
Yembre7 1
Yiibu /2
Tâabo/ 3
Naase/ 4
Nu/ 5
Yoobe/ 6
Yopoe/ 7
Nii/ 8
Wae/ 9
Piiga/ 10

The Scorpion and the Toad


Die Burkinabes lieben Geschichten. Zu jeder Situation kennen sie eine Fabel. Oft werden sie von den älteren (weisen) Familienmitgliedern and die jungen ("schwachen") Nachkommen weitergegeben. Jedes Sprichwort und jede Fabel wird zur entsprechenden Situation als Ratschlag eingesetzt.
Redet man längere Zeit mit einem Burkinabe, hat man sowieso den Eindruck ein Bilderbuch vor sich zu haben. Wörter werden bildhaft umschrieben. Ich habe oft gehört: Du legst zu viel Wert auf das einzelne Wort. Die Aussage ist wichtiger. Na, wo sie recht haben, haben sie recht!

Hier ein Beispiel einer Fabel:

The Scorpion and the Toad.

Once upon a time, the scorpion decided to take a long trip, and in the course found himself in face of a large river. Since he did not know how to swim, he decided to stay there thinking about a solution.

The toad was passing by and greeted the scorpion who did not hesitate to explain his problem. The toad proposed to take Sir scorpion to the other end of the river with the stipulation that he promises not to sting his back and that they remain good friends.

The scorpion agreed, and the toad then put him on his back swimming towards the bank. As they were reaching the other side, Sir scorpion stung the toad and then jumped out to high grounds, saying: "Your slippery back dirtied my legs".

Lesson: "Choose your friends carefully".
Author: Pate Ouedraogo.


So fremd wird dir diese Fabel nicht vorkommen, oder? Die Tiere sind dem afrikanischen Kontinent angepasst, die Moral ist aber auf der ganzen Welt die selbe!

Samstag, 31. März 2007

Mamis Schicksal


Vor rund einem halben Jahr stand Mami zufrieden vor meiner Türe. "So, nun bringe ich dir deine letzten Sachen, die du noch in Dittingen hattest!" Da sie selbst mit vielem "alten Grümpel", wie sie sagt, abfahren wollte, fand sie es an der Zeit, meine Haushaltsresten definitiv in die Stadt Laufen zu bugsieren. Meine Zügelte zu Rainer ist mittlerweile 3 Jahre her. Ahnte sie ihr Schicksal nicht?
Seit Februar weiss ich nun, dass ich nach Ouaga gehe. Die logische Schlussfolgerung ist also: Alles kommt wieder rauf zu Mami!
Doch sie meistert ihr Schicksal gut. Das Gästezimmer ist unterdessen mein Lagerraum. Nach jedem Besuch verlässt sie mein Anwesen mit einem vollgeladenen Auto, das dann am nächsten Tag, mit dem Versprechen auf ein gutes Mittagessen von ihr, von mir in Dittingen ausgeladen wird.
Ich hatte das Gefühl, dass es gar nicht so viele Schachteln geben wird. Rainer meinte zwischendurch, dass wohl ein Container nötig sei. In der Verzweiflung des Ausmistens wünschte ich mir teilweise diese Metallbadewanne, doch es geht nun auch ohne. Ich bin im Moment bei 7 mittelgrossen TIPTOP- Zügelschachteln und rund 5 prall gefüllten Abfallsäcken. Klar, ich bin noch nicht fertig, dennoch verspüre ich einen gewissen Stolz, dass doch schon 3/4 des Kleinkrames ihr neues Zuhause gefunden hat.

Freitag, 30. März 2007

Tiefflieger


Diese Woche hatte ich so manchen Tiefflieger. Mein Zimmer steht voll Zügelkartons. Ein Koffer liegt auch schon bereit, in welchen ich vorzu Material packe. Dann gibt es die Kiste "schön, wenn dies mit könnte" und die Kiste "dies muss mit". Da soll mal jemand den Ueberblick behalten. Auf dem Pult stapeln sich Papiere von Krankenkasse, Bank, Schule. Pflichtbewusst habe ich mit allen einen Termin wahrgenommen, in der Hoffnung auf "das lösen wir zusammen". Denkste! Nun sitze ich mit unzähligen Formularen und "muss noch erledigt werden" alleine da. Da soll mir mal jemand erklären, wo da der Spassfaktor liegt!? (Vielleicht ein Buchhalter?!?) Um mich besser zu erklären, versuch ich es kurz mit einer femininen Erfahrung: Ich habe kurze Haare. Ich will lange Haare. Dazwischen liegt diese unansehnliche, doofe Zwischenfrisur. Genau dort befinde ich mich!
Mit einem Fuss und 5 Zehen stehe ich noch mitten in meinem Schweizer- Alltag. Mit dem anderen Fuss und den restlichen Zehen bin ich in Afrika (rein organisatorisch gesehen). Fühle mich einfach überfordert mit zwei Wohnsitzen im Moment.
Nun kommen ja die Osterferien. Meine Liste, was ich alles erledigen möchte, ist 2 Meter zu lang für die 10 Tage, die ich habe.
Der Afrikaner würde nun sagen: ça va aller.... Im Uebrigen sagt der Afrikaner dies 50 Mal am Tag. Es brachte mich schon fast auf dem schwarzen Kontinent zur Weissglut. Könnt ihr euch vorstellen, auf welche Palme es mich in der jetzigen Situation bringen würde? Naja, um ehrlich zu sein, habe ich ja kein wirkliches Problem, aber.........
Eines ist sicher: Wer zu mir zum Kaffee kommt, GEHT NICHT MEHR MIT LEEREN HäNDEN NACH HAUSE!

Montag, 26. März 2007

Wo liegt denn Burkina Faso?

Dies ist im Moment die mir meist gestellte Frage! Also beginnen wir ganz am Anfang:


Das ist die Welt. Ihr erkennt bestimmt Europa und Afrika.



Dies ist Westafrika. Seht ihr nun Burkina Faso?



So, und nun seht ihr sogar Ouagadougou! Alles klar?

Sonntag, 25. März 2007

Kühlschrank


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Ach, ich fand die Magnetbuchstaben für den Kühlschrank immer so toll. Heutzutage gibt es ganze Themensets zu kaufen. Wieso veröffentliche ich wohl diese Magnetwand? Sicherlich damit ihr mir etwas schreibt. ABER...Ein Kühlschrank wird so ziemlich die erste Anschaffung sein, die ich in Ouaga tätigen werde. Im Moment ist die heisseste Zeit und das Thermometer steigt auf bis zu 40 Grad. Könnt ihr euch vorstellen, wie ich diesen (letzten) Schnee genossen habe....
Gut Schreiben!

P.s. Für jene, die nicht wissen wie eine Kühlschranknachricht zu hinterlassen ist...: Drücke reset, ziehe mit der Maus die Buchstaben nach oben, save the message. So, nun kann es der/die nächste lesen!

Freitag, 23. März 2007

ISO


Heute erzähle ich euch ein wenig über die Schule.
Die International School of Ouagadougou (ISO) öffnete ihre Türen im Jahre 1976. Ich frage mich, welche wagemutigen Leute zu dieser Zeit nach Burkina reisten?! Die Schule ist unabhängig von einem Land. Die ausländischen Schüler sind zum grössten Teil Kinder von Diplomaten, Missionaren und solchen, die im humanitären Bereich arbeiten. Jedes Jahr wird ein Prozentsatz festgelegt, der von einheimischen SchülerInnen belegt wird. Ist noch sympatisch, da ISO so nicht eine Elite- Schule mit lauter verwöhnten Goofen ist (Obwohl es die auch gibt! Eigener Chauffeur, arrogant und sehr, sehr selbstsicher). Klar, auch die Burkinabés sind nicht von den ärmsten Familien, aber trotzdem wird auf eine gute Mischung geachtet.
Die Klassen gehen vom Vorkindergarten bis zur 12. Klasse. Im Moment besuchen 150 Kinder die Schule. Unterrichtet wird in Englisch. 27 Nationalitäten sind an der ISO vertreten (mit mir dann 28! Oder zähle ich als Doppelbürgerin doppelt??). 47% Afrikaner, 36% Nordamerikaner, 23% Europäer und Asiaten (Wieso in aller Welt zählen die zusammen?).
Es unterrichten 14 Vollzeitangestellte und 10 TeilpensenlehrerInnen.
An oberster Stelle steht Larry der Direktor. Ein Vorgesetzter wie aus dem Bilderbuch. Seine Frau Deb und er unterrichteten schon auf der halben Welt und trotzdem habe ich das Gefühl zwei Vollblutkanadier vor mir stehen zu haben. Sie sprechen 5 Sätze Französich, haben seit 3 Monaten einen Rassewelpen ( Möchte nicht in seiner Haut stecken. Die Strasse überquert er nur mit Wiederstand - rede im übrigen vom Hund) und wohnen 30 Sekunden Fussmarsch von der Schule weg. Always on duty!
Sie sind herzensgut und freuen sich endlich wieder einmal eine Europäerin anzustellen, zudem erst noch eine Schweizerin, die sicher ganz viel Schokolade mitbringen wird.
Dann ist dort noch Heidi und Eric. Sie wird meine Mentorin werden (Wenn ich dann mal meine Fragen zu stellen beginne, bereut es sie vielleicht bald). In Botswana aufgewachsene Amerikaner (glaub ich jedenfalls).
Dominique, eine hängengebliebene Französin unterrichtet dort seit 16 Jahren. Sie zählt aber nicht mehr zu den Europäern, da sie einen Burkinabé geheiratet hat. Den Turnlehrer hab ich auch getroffen. Ein komplett durchtrainierter Einheimischer. Mir lief der Schweiss schon nur von der Begrüssung runter und ich dankte Gott, dass ich keine Turnstunden besuchen muss. Nein, versteht mich nicht falsch, er macht sicher einen super Job, strahlt aber das Bild von diesen unerbittlichen, kinderquälenden Athleten aus.
Die anderen Namen habe ich vergessen. Ihr werdet aber sicher bald noch von weiteren Kollegen hören!

So, nun noch ein paar Worte zum Schulcampus:
Wie schon erwähnt, sind die Häuser alle aus Lehm gebaut. Der Baustoff soll ja für ein gutes Raumklima sorgen. Ich frage mich nur, ob dies auch bei 40 Grad Aussenteperatur funktioniert. Es hat für Grade 1-5 Klassenzimmer, für die Grossen "Fächerzimmer". Meines habe ich ja schon beschrieben. Bin auf jeden Fall schon an Umbauplänen schmieden (nur kleine Aenderungen).
An die Schule ist ein Recreation Club angeschlossen. So haben wir das Glück, sogar einen Swimming-Pool zu haben. Eine kleine, einfache Beiz lädt zum Essen ein.
Das tollste an ISO sind aber die vielen Bäume und Grünflächen. Ouaga ist ja wirklich keine Vorzeigestadt, ISO aber ist eine Oase in der Wüste.
Nun kennt ihr ein bisschen meinen neuen Arbeitsort. Für weitere Auskünfte könnt ihr www.iso.bf besuchen. Der wöchentliche Turtle Talk gibt einen Einblick in den Schulalltag.
For good education, Sabrina

Dienstag, 20. März 2007

Meine Fotos


News, news, news!
Wenn du auf meiner Linkliste auf "Meine Fotos" klickst, hast du Zugriff auf meine aktuellen Bilder!

Montag, 19. März 2007

Plastikblumen


Mein Geburtstag stand ganz im Zeichen Afrikas. Zum einen hatte ich das Gefühl, dass der Abschied naht, zum anderen bekam ich sehr sinnvolle und platzsparende Geschenke. Wer hat schon eine netzunabhängige Klimaanlage (Fächer), oder Schokolade mit Fingerkino und Schweizerfilm. Ein gut imprägniertes Moskitonetz soll mich vor den Biestern schützen. Auch erhielt ich einen Zustupf an mein Notebook, das ich nun definitiv kaufen werde. So kann ich euch garantieren, dass der Blog ajour gehalten wird. Natürlich geniesse ich auch die schönen Blumen, die nun farbig durch das Haus strahlen. In Ouaga muss ich mich dann mit hässlichen Plastikblumen zufrieden geben. Naja, vielleicht ist dies ja nur Gewohnheit und ich werde meinen Garten mit Kunststoffpflanzen kultivieren.
Mein Wegzug ist nun offiziell. Meine SchülerInnen wissen seit letzter Woche Bescheid. Ein paar Tränen flossen, gebrochene Herzen wurden mit schwarzem Filzstift auf Arme gemalt und grössere Enttäuschung machte sich breit. Nichtsdestotrotz kehrte die Freude bald darauf wieder zurück und ich wurde mit Fragen gelöchert. Gerne beantwortete ich natürlich jede einzelne, da ich mir dachte, dass es so einfacher ist meine Entscheidung zu verstehen und zu akzeptieren. Ich hatte mich getäuscht. Tags darauf zeigten die Kinder mir eine Liste mit zig guten Ideen, um mich von der Reise abzuhalten. Selbst vor Korruption schreckten sie nicht zurück! ( Ihre Antwort: Wenn in Burkina Korruption an der Tagesordnung ist, dürfen wir das doch auch! Logisch!) Im muss aber sagen, dass ich doch sehr erfreut war über die Kreativität und Ideenreichtum meines Fanclubs.
Leider hatten sie keinen Erfolg und so werde ich nun am 26. Juli 07 ins Flugzeug steigen und mein Abenteuer kann beginnen...

Montag, 5. März 2007

La vache qui rit


Ouagadougou- staubig, heiss, lärmig, schmutzig, chaotisch! Und dies soll mein zukünftiger Wohnort werden?! Ja, und ich freue mich darauf. Denn Ouaga bietet noch mehr. Seien es die netten, hilfsbereiten Ouagalesen, die Stimmungen des Abendhimmels, wenn er durch den Saharasand tiefrot leuchtet, die Nussverkäufer an jeder Ecke, die Lotusknaben, all die Maquis, die unter sich den Wettbewerb bestreiten, wer die Lautsprecher noch mehr herausfordern kann...Ouaga liebt und hasst man.
Schon am 2. Tag traff ich mich mit Larry, dem Direktor der International School. Den Vertrag hab ich im Sack und seine Frau Deb führte mich durch den Campus. ISO ist eine Oase inmitten der Stadt. Mein Schulzimmer ist spartanisch eingerichtet und doch voller Charme. Von aussen der klassische Lehmbau mit Blechtüre (wo dann auch mein Name stehen wird!), innen mit drei Deckenventilos, vielen kleinen Tischen, 3 Lavabos und einem kleinen Lagerraum. Ich frage mich jedoch was es zum Lagern gibt?! Es hat nämlich nichts ausser 5 farbige Papierrollen, Wasserfarben, Farbstiften und irgendwelchen Farbpigmenten. So lautet auch mein Auftrag dementsprechend: Zeichnen und malen mit Papier, auf Papier, durch Papier, bei Papier, unter Papier...Was bedeutet dies? Sabrina wird wieder einmal Platzprobleme haben. Denn sicherlich werde ich meinen Kleister, Neocolors und weitere Utensilien mitschleifen um doch ein bisschen Abwechslung in den papierlastigen Unterricht zu bringen. Auch gibt es dort den Streichkäse "la vache qui rit", der in herrliche Silberpapierchen eingewickelt ist und zugleich in Kartonschachteln auf Käufer wartet. Ich werde den Umsatz massiv steigern, denn woher soll ich sonst Glanzpapier bekommen? All die Zeitungen, die völlig uninteressante Berichte veröffentlichen, werden zu meinem Lesestoff, damit ich Zeitungen zum verwerten habe. Was wahrscheinlich wie eine Recyclingstation in meinem Haus aussehen wird, ist vielmehr harte Materialbeschaffung. Es wird definitiv eine Herausforderung werden!